Melle Abbas Hologramm-Show in London: So erlebt eine Mellerin die Premiere
Die Show „Voyage“ mit Hologrammen der Abba-Mitglieder feierte in London umjubelte Erstaufführung. Mittendrin am Tag der VIP-Premiere: die Fanclub-Vorsitzende Regina Grafunder. Sie erlebte einen tränenreichen Tag.
Schon die Ankunft der Stars zur Preview war nach Worten von Regina Grafunder ein ganz besonderer Moment, denn das Quartett mit Anni-Frid (genannt Frida), Agnetha, Benny und Björn ist gemeinsam mit einem Taxi vorgefahren. Ganz anders als 2016 in Stockholm bei der Party zur Eröffnung des Musicals „Mamma Mia“: „Da kamen sie alle noch einzeln vorgefahren“, erklärt die Mellerin.
Insofern war der Empfang am 26. Mai 2022 in London etwas Außergewöhnliches. Hunderte Fans erwarteten die vier zur VIP-Premiere auf dem roten Teppich. Grafunder: „Als ich sie dort gemeinsam sah, kamen mir die Tränen. Es war so ein einzigartiges Erlebnis, sie gemeinsam zu sehen.“
In der Halle haben sich die Pop-Legenden dann auf normalen Sitzplätzen unter das Publikum gemischt und die Show ohne besondere Absperrung verfolgt: „Ich wusste manchmal gar nicht, wohin ich schauen sollte - zur Bühne oder ins Publikum zu den leibhaftigen Abba-Mitgliedern“, äußert sich die Vorsitzende des internationalen Fanclubs „Intermezzo“ euphorisch, die gute Verbindungen zur Band pflegt.
Und auf der Bühne? Nach Aussage von Regina Grafunder eine einmalige Show. Allein schon die Eröffnung sei sehr emotional gewesen. Als sich der Vorhang öffnete, standen die vier dort als Avatare (virtuelle Abbilder), Abbatare genannt: „Sie sahen so echt aus, dass man in einer Illusion komplett gefangen war. Es ist so genial gemacht, dass man wirklich denkt, man sehe Abba live aus dem Jahr 1977 wieder“, betont die Meller Leiterin des Fanclubs, der seit über 30 Jahren besteht.
Bei einigen Songs wurden das Quartett in Über-Lebensgröße gezeigt, wie bei „Lay all your love on me“. „Man hatte das Gefühl, dass Abba über einen hinweg durch den Raum schweben“, sagt Regina Grafunder. Bei der öffentlichen Premiere sei sogar weitaus mehr Begeisterung zu spüren gewesen als am Tag zuvor zur Preview: „Bei ,Dancing Queen’ standen aber an beiden Tagen alle auf und tanzten mit“.
Interessant sei zudem gewesen, die Abba-Mitglieder zu beobachten: „Während Björn und Benny etwas angespannt wirkten, hatten besonders Agnetha und Frida sichtlich Spaß. Es war sehr emotional zu beobachten, wie sie ihren jüngeren Ichs zuklatschten und mitsangen“, unterstreicht die Oldendorferin.
Im Anschluss an die Show kamen Abba dann auf die Bühne: „Zuerst dachte man, es seien die Mitglieder leibhaftig, aber es waren wieder Projektionen, diesmal von ihnen aus dem vergangenen Jahr. Das war einfach genial gemacht“, sagt Regina Grafunder.
Die Hologramme verbeugten sich und gingen ab. Und dann kamen tatsächlich alle vier auf die Bühne. Benny, Agnetha, Björn und Frida mit Stock (Probleme mit der Hüfte). Nur eine Minute dauerte das, aber die hatte es derart in sich, dass bei den sichtlich bewegten Agnetha und Frida Tränen flossen: „Dieser Moment war sehr emotional - es war wahrscheinlich wirklich das allerletzte Mal, dass alle vier gemeinsam auf der Bühne standen und sich von den Fans feiern ließen. Ich denke, das war auch ihnen selbst sehr bewusst“, erzählt Regina Grafunder.
Sie hatte am Tag darauf die Gelegenheit, nochmal mit Björn und Benny zu sprechen. Beide seien sehr erleichtert werden, dass die Show beim Publikum gut ankommt. Auf ihre Frage, ob es für Benny einen Lieblingsmoment gegeben habe, habe der geantwortet: „Ja, ,Summer night city’ und der Ausdruck von Agnetha bei ,The winner takes it all’. Das ist absolut Agnetha 100 Prozent.“