Betreuung von Kindern in Aurich Sozialdemokraten stellen sich gegen Kita-Pläne des Landkreises
Die SPD hält nach eigener Aussage derzeit eine Rückübertragung der Kita-Trägerschaft auf den Landkreis Aurich für nicht sinnvoll. Und stellt zudem Forderungen an die Verwaltung.
Landkreis Aurich - In die Diskussion um die Übernahme der Kindertagesstätten durch den Landkreis Aurich, meldet sich der SPD-Unterbezirk Aurich zu Wort. Man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass „zum aktuellen Erkenntnisstand eine Rückübertragung der Trägerschaft auf den Landkreis Aurich für nicht sinnvoll erachtet werde“, schreibt die SPD in einer Pressemitteilung. Und mehr: Die SPD erwartet von der Kreisverwaltung, „dass sie zeitnah ein Gesamtkonzept zur qualitativen wie quantitativen Entwicklung der Kindertagesstätten auch unter Berücksichtigung finanzieller Gesichtspunkte erarbeitet und darüber noch vor der Sommerpause in einen partnerschaftlichen Dialog mit den Städten und Gemeinden eintritt“.
Aurichs Landrat Olaf Meinen (parteilos) hatte im Februar überraschend verkündet, dass der Landkreis vom kommenden Jahr an sämtliche Kitas im Kreisgebiet übernehmen werde. Betroffen sind 126 Kindertagesstätten. 66 davon werden von freien und kirchlichen Trägern betrieben, 60 von Städten und Gemeinden. Die Bürgermeister lehnen das Vorhaben des Landkreises ab. Ende Mai signalisierten beide Seiten in Pressemitteilungen wieder in einen Dialog eintreten zu wollen. Laut SPD hat Johann Saathoff, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Aurich, angeboten, die Parteien an einen Tisch zu holen, um in dem Streit zu vermitteln.