Marode Landesstraße 12  Wie geht’s weiter mit der Buckelpiste?

Jens Schönig
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Von Jens Schönig
| 30.05.2022 14:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Straßenschäden sind auf der Landesstraße 12 in Wiesmoor schon seit längerer Zeit ein Problem. Foto: Schönig
Straßenschäden sind auf der Landesstraße 12 in Wiesmoor schon seit längerer Zeit ein Problem. Foto: Schönig
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Die Landesstraße 12 von Wiesmoor nach Remels ist in miesem Zustand. Ratsherr Diedrich Kleen hat inzwischen direkt ans Ministerium geschrieben. Und eine Antwort bekommen.

Wiesmoor - Auf dem Weg zur Hundeschule ist Ratsherr Diedrich Kleen (Tierschutzpartei) regelmäßig auf der Oldenburger Straße zwischen Wiesmoor und Neudorf unterwegs. Dabei ärgert er sich jedes Mal über den Zustand der Straße. „Vor allem, wenn man von Hinrichsfehn stadteinwärts fährt, gibt es tiefe Rillen und Schlaglöcher“, sagt Kleen. „Teilweise sind geflickte Stellen schon wieder eingerissen. Ich fürchte, es ist nur eine Frage der Zeit, bis da richtig große Bruchstellen auftauchen. Auch wegen des Schwerlastverkehrs ins Gewerbegebiet Ilexstraße wäre eine Sanierung dringend nötig.“

Was und warum

Darum geht es: Die Landesstraße 12 von Wiesmoor nach Uplengen müsste dringend saniert werden. Doch das müssen gerade viele Straßen.

Vor allem interessant für: Alle, die regelmäßig auf der L 12 unterwegs sind, vor allem Unternehmen, die auf die Autobahnanbindung angewiesen sind.

Deshalb berichten wir: Diedrich Kleen hat uns in seine Korrespondenz mit dem Ministerium eingeweiht.

Den Autor erreichen Sie unter: j.schoenig@zgo.de

Kleen ist mit seiner Sorge nicht allein. „Die L 12 ist ja ein Dauerbrenner bei uns“, sagt Bürgermeister Sven Lübbers (parteilos). „Mit dem Zustand der Straße können wir als Stadt natürlich nicht einverstanden sein.“ Im Bereich Neudorf hatten sich die Schäden besonders im vergangenen Winter gezeigt. Dort war kurzerhand die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert worden.

Ministerium bittet um viel Geduld

Sowohl Kleen als auch Lübbers hatten sich deshalb bereits schriftlich an den niedersächsischen Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) gewandt. Aus dem Ministerium erhielten sie auch eine Antwort. „Der schlechte Fahrbahnzustand der L 12 ist der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - Geschäftsbereich Aurich bekannt“, heißt es in dem Antwortschreiben aus Hannover, das Kleen vorliegt. „Leider gibt es in diesem Zuständigkeitsbereich noch weitere Landessstraßen, die einen ähnlich schlechten oder sogar noch schlechteren Zustand aufweisen.“

Laut Ministerium haben „begrenzte finanzielle Ressourcen“ zu einem Investitionsstau bei den Landesstraßen geführt, den die Landesregierung sukzessive abarbeiten wolle. Jedoch könnten landesweit nicht alle Bereiche des über 8.000 Kilometer langen Landesstraßennetzes gleichzeitig erneuert werden. Die L 12 sei aber wegen ihrer aktuellen Schadensentwicklung bereits „für eine großflächige Erhaltungsmaßnahme“ vorgemerkt.

Die Winterschäden im Bereich Neudorf sind in der Zwischenzeit beseitigt worden. „Die Gefahrenquelle ist inzwischen gebannt“, weiß Lübbers. „Nichtsdestotrotz wünsche ich mir natürlich, dass die L 12 auf der ganzen Wiesmoorer Strecke zeitnah in einen besseren Zustand versetzt wird. Wir haben ja auch jede Menge Unternehmen in der Stadt, und die brauchen eine bessere Autobahnanbindung als diese.“ Er sei deshalb auch in Kontakt mit dem Leiter des Geschäftsbereichs Aurich der Landesbehörde, Frank Buchholz. „Grundsätzlich sind Herr Buchholz und ich auch gleicher Meinung“, sagt Lübbers. „Aber er kann letztlich keine verbindlichen Zusagen machen, weil ihm im Hinblick auf die Finanzmittel einfach die Hände gebunden sind.“ Autofahrer, die auf die L 12 angewiesen sind, werden sich also wohl vorerst weiter in Geduld üben müssen.

Problematisch an der L 12 ist unter anderem der Abschnitt, der parallel zum Gewerbegebiet Ilexstraße verläuft. Grafik: Schüür
Problematisch an der L 12 ist unter anderem der Abschnitt, der parallel zum Gewerbegebiet Ilexstraße verläuft. Grafik: Schüür

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