Sperrmüllgebühr bleibt  Kleine Änderungen am Abfallkonzept des Landkreises Leer

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 25.05.2022 19:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Entsorgungszentrum in Breinermoor soll ein außerschulischer Lernstandort werden. Foto: Landkreis Leer
Das Entsorgungszentrum in Breinermoor soll ein außerschulischer Lernstandort werden. Foto: Landkreis Leer
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An der Abfallentsorgung wird sich wohl in den nächsten fünf Jahren im Kreis Leer wenig ändern. Eine Anregung zur Wallheckenpflege wird angenommen.

Leer - Tiefgreifende Änderungen bei der Müllabfuhr im Landkreis Leer wie zuletzt durch die Einführung der Tonne für Altpapier und Kartonagen wird es in den Jahren bis 2026 wohl nicht geben. Der Betriebsausschuss Abfallwirtschaft hat am Dienstag die Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes empfohlen. Das vom Institut Infa entwickelte Papier enthält jedoch Anregungen, wie die Einrichtung eines außerschulische Lernortes im Entsorgungszentrum in Breinermoor.

Was und warum

Darum geht es: Der Landkreis Leer schreibt sein Abfallwirtschaftskonzept fort.

Vor allem interessant für: Einwohner des Landkreises Leer und passionierte Mülltrenner

Deshalb berichten wir: Der Abfallwirtschaftsausschuss hat eine Empfehlung abgegeben. Als letztes stimmt der Kreistag über das Papier ab.

Die Autorin erreichen Sie unter: k.lueppen@zgo.de

Dort sollen Stationen für Kinder und Jugendliche eingerichtet werden, die auf spielerische und unterhaltsame Weise Wissenswertes zum Thema Müll und dessenn Entsorgung vermitteln. Das Konzept umfasst weitere Vorschläge zur Öffentlichkeitsarbeit des Abfallwirtschaftsbetriebs. Kleine Änderungen an der ersten Version gab es offenbar nach der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Mehr wilder Müll – oder nicht?

Dabei konnten Institutionen wie Kommunen oder Vereine sich zu den Konzept äußern. So hatte die Gemeinde Westoverledingen den Sitzungsunterlagen zufolge, die im vergangenen Jahr eingeführte Gebühr für die Einsammlung von Sperrmüll kritisiert. Vorher war die Abholung für den Einwohner kostenlos. Während die Gemeinde Westoverledingen über eine Zunahme wilder Müllablagerungen klagt, kann der Abfallwirtschaftsbetrieb (All) eine solche nicht feststellen.

Somit bleibt es bei der Gebühr für die Sperrmüllabholung. Diese hatte zu einem Rückgang beim Sperrmüll um 37,4 Prozent geführt: 2021 wurden laut All insgesamt 8331 Tonnen eingesammelt, ein Jahr vorher waren es bei der kostenfreien Abholung noch 13.310 Tonnen gewesen. Als weiterer Grund für den Rückgang vermutet der All, dass im ersten Pandemiejahr mit Lockdown sehr viele Menschen die Zeit zum Entrümpeln genutzt hatten.

Einstimmige Empfehlung

Mit ihrer Anregung hatte die Wallhecken-Schutzgemeinschaft mehr Erfolg. Der Verein hatte sich für eine nachhaltige Verwertung und Nutzung des Schnittgutes ausgesprochen, das bei der Pflege von Wallhecken anfällt. Der All wird dieses Thema künftig bei behördeninternen Entscheidungen vorbringen und überdies mit der Wallhecken-Schutzgemeinschaft zusammenarbeiten.

Die Empfehlung für die Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes, das über das Kreistagsinformationssystem eingesehen werden kann, erfolgte einstimmig. Als nächstes werden der nichtöffentlich tagende Kreisausschuss und danach der Kreistag darüber beraten und abstimmen, voraussichtlich am 16. Juni.

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