Kino Emder Filmfest in diesem Jahr mit größerem Rahmenprogramm
Interessierte Schülerinnen und Schüler haben beim Filmfest die Möglichkeit, sich mit Filmschaffenden auszutauschen. Auch die Schulkinowochen sind in diesem Jahr in das Festival integriert.
Emden - Das letzte Filmfest liegt gerade einmal sieben Monate zurück, da steht bereits die nächste Auflage kurz bevor. Vom 8. bis 15. Juni sind im Cinestar-Kino, im Forum der Volkshochschule sowie im Kurtheater Norderney mehr als 70 Filme zu sehen. Die ausnahmsweise durch die Pandemie bedingte verkürzte Vorbereitungszeit sei dem Filmfest nicht anzumerken, wie das Filmfest-Team bei der Vorstellung des Programms versicherte.
Was und warum
Darum geht es: Das Filmfest Emden-Norderney vom 8. bis 15. Juni bietet in diesem Jahr unter anderem ein neues Rahmenprogramm.
Vor allem interessant für: Kultur- und Filmbegeisterte
Deshalb berichten wir: Das 32. Filmfest Emden-Norderney steht kurz bevor. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die Autorin erreichen Sie unter: s.tome@zgo.de
Im Gegenteil: Die Lust von Filmschaffenden, Schauspielern und anderen aus der Branche, wieder vor Publikum ihre Werke vorzustellen, sei deutlich zu spüren. Im Oktober 2021 sei dies noch verhalten gewesen. „Die lang ersehnte Normalität kehrt endlich zurück“, sagt Filmfest-Geschäftsführerin Nora Dreyer. So kann das Team auf alle Corona-Schutzmaßnahmen wie Impfnachweise oder Platzbeschränkungen dieses Mal verzichten.
Qual der Wahl bei den Filmen
Nichtsdestotrotz stehen in einem kürzeren Vorbereitungszeitraum tendenziell auch weniger Filme zur Verfügung, die das Team sichten und auch auswerten muss. „Dennoch hatten wir die Qual der Wahl“, sagt Festivaldirektor Rolf Eckard. Im Vergleich zum letzten Festival flackern dieses Mal 20 Filme mehr über die Leinwände, darunter 51 Lang- und 21 Kurzfilme. Waren 2021 „nur“ 17 Premieren im Programm, sind es diesmal 32. Was diesmal besonders auffiel: „Die Frauenquote der eingereichten Filme liegt bei knapp 50 Prozent“, sagt Nora Dreyer.
Zu sehen sein wird unter anderem in einer Sondervorführung „Der letzte Jolly-Boy“. Damit soll dem kürzlich verstorbenen Holocaust-Überlebenden Leon Schwarzbaum gedacht werden, der das Filmfest Emden zur Premiere des Dokumentarfilms 2018 besucht hatte und sich ins Goldene Buch der Stadt Emden eintragen durfte. Eine weitere Sondervorführung ist die äthiopisch-deutsche Koproduktion „Running against the Wind“ von Jan Phillip Weyls. Der äthiopische Beitrag für die Oscar-Nominierungen 2021 wird zu Ehren des Namensgebers für den Hauptpreis Bernhard Wicki gezeigt.
Austausch zwischen Filmschaffenden und der Jugend
Das Filmfest Emden-Norderney geht in der Ansprache junger Zuschauer in diesem Jahr neue Wege: In Kooperation mit der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse aus Aurich bietet es erstmals eine Informations-Plattform für Ausbildungs- und Berufspotenziale in der Film- und Medienbranche. Unter dem Titel „#Missionpossible – Deine Zukunft in der Film- und Medienbranche“ steht interessierten Schülerinnen und Schülern der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Schulen am Donnerstag, 9. Juni, ab 11.15 Uhr, in der BBS 1 in Emden sowie am Freitag, 10. Juni, ab 11.30 Uhr in der BBS 1 in Aurich ein Informationsangebot mit Praxis-Beispielen und Erfahrungsberichten von Medienschaffenden zur Verfügung. Anwesende Filmgäste des Festivals werden vermitteln, wie sie „zum Film“ gekommen sind, wie sie sich spezialisiert haben, welche Erfolgserlebnisse, aber auch welche Schwierigkeiten sie erlebt haben.
Im Rahmen des 32. Internationalen Filmfest Emden-Norderney werden außerdem in diesem Jahr die Niedersächsischen Schulkinowochen 2022 eröffnet: Am Festivaldonnerstag wird im Cinestar-Kino in Emden der Schulkino-Eröffnungsfilm „Toubab“ in Anwesenheit von Filmgästen präsentiert, die mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kommen können.