In der Leeraner Weststadt  Container-Kindergarten bleibt noch ein Jahr

Katja Mielcarek
|
Von Katja Mielcarek
| 20.05.2022 08:57 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Container-Kindergarten an der Breslauer Straße bleibt ein weiteres Jahr. Foto: Wolters
Der Container-Kindergarten an der Breslauer Straße bleibt ein weiteres Jahr. Foto: Wolters
Artikel teilen:

Eigentlich sollte der Übergangskindergarten in der Breslauer Straße nur ein Jahr lang bleiben. Jetzt bleiben die Container noch ein weiteres Jahr.

Leer - Als vor ziemlich genau einem Jahr die Pläne für den Übergangskindergarten „Hummelnest“ in der Breslauer Straße vorgestellt wurden, gab es in den Reihen der Anwohner deutliche Vorbehalte: Sie ärgerten sich darüber, dass die angrenzende Wiese zu einem großen Teil dem Außenbereich des Kindergartens zugeschlagen wurde und so nicht mehr als Bolzplatz oder als Festwiese zur Verfügung steht. Außerdem befürchten sie durch den Hol- und Bringverkehr ein veritables Verkehrschaos. Für sie war es beruhigend, dass die Container nur für ein Jahr dort stehen sollten.

Nun werden sie sich allerdings auf ein weiteres Jahr einstellen müssen. Der Kindergarten werde ein weiteres Jahr an Ort und Stelle benötigt, hatte Bürgermeister Claus-Peter Horst (parteilos) dem nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss mitgeteilt. Allerdings wird ab August nicht mehr die Stadt, sondern der Landkreis dafür verantwortlich sein, ausreichend viele Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Stadt hatte den Vertrag gekündigt, durch den sie – wie alle anderen Kommunen im Kreis – die Verantwortung für die Kinderbetreuung für den eigentlich zuständigen Landkreis übernimmt.

Es fehlen rund 150 Kindergartenplätze

Der Kreis sieht sich nun mit gut 150 Kindern konfrontiert, denen er bis August noch einen Kindergartenplatz, und knapp 40, denen er noch einen Krippenplatz organisieren muss. Da könne auf den Übergangskindergarten mit seinen 50 Plätzen nicht verzichtet werden, hieß es in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Kreises. Der Landkreis rechnet mit Zusatzkosten von rund 100.000 Euro, die vor allem aus der Containermiete resultieren.

Das befürchtete Verkehrschaos sei ausgeblieben, berichtet Wolfram Jäger vom Sozialwerk der Freien Christen-Gemeinde, die den Kindergarten auch in der kommenden Saison betreiben wird. „Bei mir sind keine Beschwerden eingegangen.“ Seit Februar liefen die Gespräche über eine Verlängerung, die aus Sicht des Betreibers unproblematisch ist. „Container, Möblierung, Spielsachen sind ja alle schon da und haben sich bewährt“, sagt er. Auch das sechsköpfige Erzieherinnen-Team sei eingespielt und arbeite gerne weiter zusammen.

Ähnliche Artikel