Klimaschutz in Emden  Stadt will Strategiepapier zu Energieverbrauch fortschreiben

Gordon Päschel
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Von Gordon Päschel
| 19.05.2022 06:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Emden aus der Luft betrachtet. Die Stadt ist seit 2016 Masterplan-Kommune 100 Prozent Klimaschutz. Foto: Bruns
Emden aus der Luft betrachtet. Die Stadt ist seit 2016 Masterplan-Kommune 100 Prozent Klimaschutz. Foto: Bruns
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Die Stadt Emden gilt bundesweit als Vorreiterkommune für den Klimaschutz. Damit die Ziele nicht aus dem Blickfeld geraten, braucht es einen neuen Fahrplan.

Emden - In Emden kommt an diesem Donnerstag der Ratsausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Fortsetzung eines weitreichenden Strategiepapiers. Es geht um die Frage, wie die Kommune klimaneutral werden kann. Das selbst erklärte Ziel: 100 Prozent Klimaschutz – null Emission.

Seit 2016 verpflichtet sich die Stadt als sogenannte Masterplan-Kommune zu konkretem Handeln. Sie ist Teil eines von der Bundesregierung geförderten Projekts, das Stellen und Fördermittel verspricht.

Fraktionen fordern mehr Tempo

Ursprünglich sollte der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in Emden bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent reduziert werden. Der Energieverbrauch soll im gleichen Zeitraum um die Hälfte sinken. Aufgrund der neuen bundesdeutschen Vorgaben soll die Treibhausgasneutralität nun bereits bis 2045 erreicht sein. Die Fortschreibung des „Masterplans 100 % Klimaschutz“ dient dafür als zentrale Weichenstellung.

Zuletzt hatte es von Seiten der Politik im Emder Rat harsche Kritik an der Stadtverwaltung gegeben. Parteiübergreifend fordern mehrere Fraktionen deutlich mehr Tempo und verbindlichere Ziele. Auslöser der Diskussion war das aus Sicht der Fraktionen schleppende Engagement beim Ausbau der Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden.

Die Sitzung des Ausschusses an diesem Donnerstag ist öffentlich. Sie beginnt um 17 Uhr im Ratssaal im Verwaltungsgebäude II an der Ringstraße.

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