Anonyme Spende  Klaus-Peter Wolf findet 10.000 Euro im Briefkasten

| 13.05.2022 18:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein ungewohnlicher Brief fand seinen Weg in den Briefkasten von Klaus-Peter Wolf und seiner Frau Bettina Göschl. Foto: Weßling/Archiv
Ein ungewohnlicher Brief fand seinen Weg in den Briefkasten von Klaus-Peter Wolf und seiner Frau Bettina Göschl. Foto: Weßling/Archiv
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Einen Umschlag voller Geld hat der Norder Krimi-Autor Klaus-Peter Wolf in seinem Briefkasten gefunden. Ein Name war nicht dabei, aber ein Verwendungszweck.

Norden / Mei - Zehntausend Euro in mehr als 40 100- und 200-Euro-Scheinen. So viel Bargeld halten die meisten Menschen in ihrem Leben eher selten in der Hand – Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf haben diese Summe am vergangenen Wochenende in ihrem Briefkasten gefunden. Ein anonymer Spender hat das Geld heimlich in einem Briefumschlag verpackt eingeworfen. Eine Idee, wer das Geld abgegeben haben könnte, hat das Paar nicht.

„Ich habe den zugeklebten Din A5-Umschlag in unserem Briefkasten entdeckt“, erzählt Liedermacherin und Kinderbuchautorin Bettina Göschl. Beschriftet war er nur mit der Aufschrift: Wolf. Zuerst habe sie sich gewundert, was in dem Umschlag sein könnte. „Es fühlte sich an, wie ein Stapel Prospekte.“ Beim Öffnen sei sie dann zuerst ein wenig erschrocken, sagt sie. „Man hält ja nicht jeden Tag so viel Geld in der Hand.“

Spende für das Hospiz am Meer

Neben dem Bargeld lag in dem Umschlag lediglich ein kleiner, handschriftlicher Brief. Darin bezeichneten sich die Spender als „große Fans“. Sie wollten mit dem Geld das Hospiz am Meer unterstützen. „Nach dem ersten Stutzen waren wir dann wirklich sehr gerührt“, berichtet Göschl. Das Autorenpaar sagte daraufhin dem Hospizverein Bescheid und informierte ihn über die Spende. Göschl brachte das Geld dann zur Bank, wo sie hierfür einen Herkunftsnachweis unterschreiben musste.

Als Schirmherr über den Förderverein Stationäres Hospiz Norden setzt sich Klaus-Peter Wolf schon lange für das Hospiz am Meer ein. Auch bei Veranstaltungen sammelt das Paar spenden zu diesem Zweck. „Alle Spenden, auch diese 10.000 Euro, kommen zu 100 Prozent beim Hospiz an“, versichert Göschl. „Ich nehme die Arbeit als Schirmherr sehr ernst“, bestätigt Wolf. „Mittlerweile ist der Hospizbau ein richtiges Fanprojekt geworden.“ Viele seiner Fans engagieren sich selbst, um Spenden für das Hospiz zu sammeln. „Und es ist toll zu sehen, wie sehr die Fans uns vertrauen. Daran sieht man auch, wie viel man als Künstler erreichen kann, wenn man sich für etwas einsetzt, wenn man wirklich ganz dahintersteht.“

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