Verkehr  Borkumer SPD will Car-Sharing ausweiten

Nora Kraft
|
Von Nora Kraft
| 10.05.2022 07:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Zwei Elektroautos der NBG können derzeit für Fahrten gemietet werden. Foto: privat
Zwei Elektroautos der NBG können derzeit für Fahrten gemietet werden. Foto: privat
Artikel teilen:

Für das Car-Sharing auf Borkum macht sich die Ortsgruppe der SPD stark. Die Fraktion beauftragt die NBG, das bestehende Angebot sowie eine zukünftige Weiterentwicklung zu überprüfen.

Borkum - Die Borkumer SPD will das Car-Sharing, ein Auto-Leih-System, auf der Insel ausweiten, unter anderem um den Verkehr auf der Insel zu verringern. Die Fraktion hat daher einen Antrag gestellt, in dem sie sich direkt an die Nordseeheilbad Borkum GmbH (NBG) wendet: In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Umwelt, Feuer und Katastrophenschutz soll ein Sachstandsbericht über die bisherigen Erfahrungen und die zukünftige Weiterentwicklung des Car-Sharing-Angebotes durch die NBG erfolgen, wie die SPD in einer Mitteilung schreibt.

„Außerdem wird die NBG um Stellung gebeten, ob die Einrichtung einer Car-Sharing-Station im Emder Außenhafen – eventuell mit einem Partner wie beispielsweise AG Ems, Emder Stadtwerke oder einem Car-Sharing-Betreiber – vorstellbar ist“, schreibt die SPD-Fraktion. Der Verzicht auf ein eigenes Fahrzeug sei der richtige Schritt zur Verringerung des Verkehrs sowie der Emissionsreduktion auf der Insel, so die Ortsgruppe.

System auch für andere Inselgemeinden interessant

Die NBG bietet bereits seit einiger Zeit die Nutzung zweier Car-Sharing-Fahrzeuge an. Aber auch an anderen Orten wird von dem Leih-System Gebrauch gemacht. Bereits im vergangenen Jahr ging in Neuharlingersiel ein Projekt an den Start, mit dem die Zahl der Autos in dem Küstenort gesenkt werden soll. Die Inselgemeinde Spiekeroog hat zwei E-Autos geleast und direkt am Fähranleger im Hafen von Neuharlingersiel stationiert; dort also, wo die Insulaner an Land gehen. Zielgruppe: vor allem die Spiekerooger, aber auch Gäste der Insel und Neuharlingersieler.

„Unsere Absicht ist es, die Zahl der Autos bei den Insulanern zu verringern“, sagte damals Ansgar Ohmes, Geschäftsführer der Spiekerooger Tourismus-Gesellschaft, zum Start des Projekts gegenüber dieser Zeitung. Nachhaltigkeit, betonte er noch, sei für die autofreie Insel sowieso ein großes Thema. Vorgeschlagen wurde die Idee auf Spiekeroog damals von einer Nachhaltigkeitsinitiative. Mit einer Fördersumme von knapp 65.000 Euro vom Bundeslandwirtschaftsministerium ist das Angebot bis Ende 2022 abgesichert. Allerdings soll die Fahrzeugflotte in den kommenden Jahren ausgebaut werden.

Damit griff die Inselgemeinde ein Thema auf, das auf den autofreien Inseln eine besondere Bedeutung hat. Denn die meisten Familien besitzen eigene Autos, mit denen sie auf dem Festland unterwegs sind. Diese stehen jedoch in den Garagen in den Fährhäfen und werden nur selten genutzt.

Ähnliche Artikel