Berlin

Lindner fordert Streichung der staatlichen Unterstützung für Gerhard Schröder

Jakob Patzke
|
Von Jakob Patzke
| 30.04.2022 12:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Altkanzler Gerhard Schröder (Foto) soll die staatliche Unterstützung gestrichen werden, fordert Finanzminister Christian Lindner. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Altkanzler Gerhard Schröder (Foto) soll die staatliche Unterstützung gestrichen werden, fordert Finanzminister Christian Lindner. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Artikel teilen:

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat ein Ende der staatlichen Unterstützungen für Gerhard Schröder gefordert. Wegen seiner Nähe zum russischen Präsidenten Putin gerät der Altkanzler immer mehr unter Druck.

„Wir sollten Konsequenzen ziehen“, erklärte der FDP-Politiker gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es ist für mich nicht mehr vorstellbar, dass für ihn ein Büro vom Steuerzahler gestellt wird.“ Der Finanzminister sprach sich daher dafür aus, Altkanzler Schröder die staatliche Unterstützung zu streichen.

Lindner zielt mit dieser Forderung auf die Nähe von Schröder zu Russlands Staatschef Wladimir Putin ab, von der der Altkanzler trotz des Ukraine-Kriegs nicht abrückt. „Ehemalige Inhaber von Spitzenämtern, die offenbar an der Seite verbrecherischer Regierungen stehen, können nicht auf die Unterstützung dieses Staates zählen.“ Der Finanzminister appellierte in diesem Zusammenhang, die Ausstattung ehemaliger Kanzler und Bundespräsidenten neu zu regeln.

Zuletzt hatte Schröder mit einem Interview in der „New York Times“ für Aufsehen gesorgt. Dort hatte er sich weiterhin geweigert, Abstand von seiner Nähe zu Putin zu nehmen. Gleichzeitig erklärte er, seine Aufsichtsratsposten unter anderem bei Gazprom nicht aufgeben zu wollen. Politisch mehren sich daher die Stimmen, die einen Rauswurf von Schröder aus der SPD fordern, darunter auch die Bundesvorsitzende der Partei Saskia Esken.

Ähnliche Artikel