Fußball

Bezirksliga-Abstiegskampf: VfB Uplengen trennt sich vom Trainer

| | 27.04.2022 14:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Kurt Ullmann war seit drei Jahren Chefcoach in Uplengen. Foto: Damm
Kurt Ullmann war seit drei Jahren Chefcoach in Uplengen. Foto: Damm
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Der abstiegsbedrohte Bezirksligist VfB Uplengen hat sich vorzeitig von Cheftrainer Kurt Ullmann und Co-Trainer Lutz Fiedler getrennt. Dabei hatte Ullmann bereits seine Zusage für die neue Saison gegeben.

Remels - Kurt Ullmann hatte in der Winterpause schon seine Zusage für eine weitere Saison – unabhängig von der Spielklasse – gegeben, doch der VfB Uplengen hat sich am Dienstag überraschend von dem 40-jährigen Fußball-Trainer getrennt. „Im Kampf um den Klassenerhalt wollten wir neue Impulse setzen. Der Trainerwechsel ist unser letzter Strohhalm“, sagt Fußballobmann Heino Müller. Die Spieler – und Brüder – Christian und Carsten Gündel werden die Mannschaft interimsmäßig – und voraussichtlich bis zum Saisonende – übernehmen: Der 29-jährige Mannschaftskapitän Carsten Gündel wird den Trainerposten übernehmen, sein 32-jähriger Bruder Christian agiert als spielender Co-Trainer.

Sechs Partien hat der VfB in der Bezirksliga-Abstiegsrunde noch zu absolvieren. Uplengen rangiert nach zehn Begegnungen und mageren sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. In diesem Jahr hat der VfB noch kein Punktspiel gewonnen – nur im Heimspiel gegen den TuS Pewsum am 20. März erkämpfte sich das Team beim 3:3 einen Punkt. An diesem Donnerstag empfängt der VfB um 20 Uhr den TuS Weene. Es wird das erste Spiel der Gündel-Brüder am Seitenrand sein. Am Sonntag, 8. Mai, gastiert Uplengen in Weene. „Die Spiele gegen Weene sind für uns Endspiele“, sagt Müller.

„Schade, dass der Verein nicht Wort gehalten hat“

Der VfB hat sich auch von Co-Trainer Lutz Fiedler getrennt, der aber schon im Winter signalisierte, aus zeitlichen Gründen im Sommer aufhören zu wollen. Enttäuscht über die Trennung zeigt sich Kurt Ullmann. „Es ist schade, dass der Verein trotz meiner Zusage nicht Wort gehalten hat“, sagt Ullmann. Er selbst könne sich nichts vorwerfen. „Auch wenn die Ergebnisse nicht gestimmt haben, haben meine Mannschaft und ich immer alles gegeben.“ Heino Müller betonte, dass man im Guten auseinandergegangen sei. „Kurt und Lutz haben gute Arbeit geleistet. Wir mussten nun aber eine Entscheidung treffen und hoffen, dass dadurch die Mannschaft wachgerüttelt wird.“

Ullmann ist ein Remelser Urgestein. Bis zur B-Jugend durchlief er alle Jugendmannschaften des VfB. Danach stand er viele Jahre lang als Torhüter für Germania Leer und VfB Oldenburg zwischen den Pfosten und sammelte in dieser Zeit auch Oberliga-Erfahrungen. 2010 wechselte er von Germania Leer zurück nach Uplengen. Im Sommer 2013 übernahm er das Traineramt beim VfB Germania Wiesmoor und trat damit die Nachfolge von Jürgen Zimmermann an. Ullmann arbeitete bis 2015 in Wiesmoor. Seit sieben Jahren steht Ullmann beim VfB an der Seitenlinie. Die ersten vier Jahre als Co- und Torwarttrainer, die vergangenen drei Jahre als Chefcoach. Ullmann wartet nun ab, was die Zukunft bringt. „Ich hätte schon Lust, als Trainer weiterzumachen“, sagt er.

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