Tradition

Ostfriesische Landschaft soll Kulturerbe werden

Martin Alberts
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Von Martin Alberts
| 22.04.2022 14:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Ostfriesische Landschaft hat ihren Sitz am Georgswall in Aurich. Foto: Archiv
Die Ostfriesische Landschaft hat ihren Sitz am Georgswall in Aurich. Foto: Archiv
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Das Land Niedersachsen schlägt die Ostfriesische Landschaft für das nationale immaterielle Kulturerbe vor. Bei der Institution in Aurich und besonders deren Präsidenten sorgt das für Freude.

Aurich/Hannover - Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) schlägt die Ostfriesische Landschaft für die Aufnahme in das nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes vor. Das geht aus einer Mitteilung des Ministeriums vom Freitag hervor. Dies sei eine „erfreuliche Nachricht“, sagte Landschaftsdirektor Dr. Matthias Stenger. Sollte der Vorschlag vom zuständigen Expertengremium bei der deutschen Unesco-Kommission angenommen werden, wäre dies „eine Auszeichnung, mit der sich ganz Ostfriesland schmücken könnte“, so Stenger.

Die Ostfriesische Landschaft stehe für den konkreten Ausdruck eines Lebensgefühls in der Region, der seinen Hintergrund in der noch heute gepflegten und gelebten kulturellen Tradition der Friesischen Freiheit habe, heißt es vom MWK, das außer der Landschaft auch die Kunst der Paramentik, bei der Textilien für Kircheninnenräume hergestellt werden, für das Kulturerbe vorschlägt. Dies seien „zwei Beispiele dafür (...), wie Wissen von Generation zu Generation überliefert wird und identitätsstiftende Traditionen auch in der heutigen Zeit gelebt werden“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU).

„Das freut mich unglaublich, dass das geklappt hat“, sagte Landschaftspräsident Rico Mecklenburg, der die Bewerbung entscheidend mit vorangebracht hatte. „Das ist sozusagen mein Baby gewesen und jetzt kommt es in die Kinderstube.“ Er sei optimistisch, dass die Bewerbung erfolgreich sein werde und die Ostfriesische Landschaft im kommenden Jahr auf die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werde, so Mecklenburg. Bereits seit 2016 hat die ostfriesische Teekultur dort ihren Platz.

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