Berlin

Berliner Büro von Gerhard Schröder bleibt verwaist

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 21.04.2022 16:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Altkanzler Gerhard Schröder hat nach der Kündigung von Mitarbeitern in seinem Berliner Büro noch kein neues Personal eingestellt. Foto: dpa/Kay Nietfeld
Altkanzler Gerhard Schröder hat nach der Kündigung von Mitarbeitern in seinem Berliner Büro noch kein neues Personal eingestellt. Foto: dpa/Kay Nietfeld
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Nach der Kündigung von vier Mitarbeitern bleibt das Berliner Büro von Altkanzler Gerhard Schröder verwaist. Die offenen Stellen sind bislang nicht neu besetzt worden.

Altkanzler Gerhard Schröder hatte wegen seiner Nähe zu Russland und Präsident Wladimir Putin seine eigenen Mitarbeiter verprellt. Nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs reichten vier Angestellte aus seinem Berliner Büro wegen einer mangelnden Distanzierung vom russischen Aggressor ihre Kündigung ein. Unter ihnen war auch Büroleiter Albrecht Funk, ein langjähriger Vertrauter von Schröder. Offenbar fällt es schwer, Ersatz zu finden. Rund acht Wochen später sind die Stellen laut eines Berichts der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ) weiterhin offen.

„Im Büro des Bundeskanzlers a.D. Schröder wurden seit dem 24. Februar 2022 keine Stellen neu besetzt“, teilte ein Regierungssprecher nach HAZ-Angaben mit. Damit hat der Altkanzler zurzeit kein funktionierendes Büro mehr in Berlin. Wie frühere Kanzler ihre Büros in der Hauptstadt nutzten, obliege ihnen selbst, hieß es. „Es ist gute Tradition, dass es Büros für Altkanzler gibt“, so der Regierungssprecher. Bei Schröder gebe es keinen Anlass für eine andere Handhabung.

Anders sah dies der Bund der Steuerzahler. Wegen der Tätigkeit für staatliche russische Energieunternehmen sollte Schröder die Amtsausstattung für dessen Berliner Büro entzogen werden, lautete die Forderung. „Es wäre ein Gebot der Stunde, dass Bundeskanzler (Olaf) Scholz den Büroleiter-Posten und das weitere Büropersonal für Altkanzler Schröder zunächst nicht neu besetzt“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel dem „Handelsblatt“. „Alles andere wäre ein falsches Signal.“

Die Ausstattung ehemaliger Bundeskanzler ist nicht gesetzlich geregelt. Die Finanzmittel stammen aus dem Etat des Bundeskanzleramts und werden vom Haushaltsausschuss des Bundestags bewilligt. Holznagel sieht deshalb auch das Parlament in der Verantwortung. Es müsse „sich über die formalen Stellengenehmigungen für Schröder beugen und sie neu bewerten“, sagte er.

Mit Material von afp

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