Vorhaben

Wie sind die Aussichten für den Alten Leuchtturm?

Florian Ferber
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Von Florian Ferber
| 21.04.2022 13:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Alte Leuchtturm auf Borkum. Foto: Ferber
Der Alte Leuchtturm auf Borkum. Foto: Ferber
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De Olde Toorn ist Thema auf der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Borkum gewesen. In das älteste Bauwerk der Insel soll wieder (mehr) Leben einkehren.

Borkum – Wie geht es weiter mit Borkums Altem Leuchtturm? De Olde Toorn, errichtet 1576 und damit ältestes Bauwerk der Insel, kann aufgrund „veränderter Sicherheitsanforderungen“, wie es auf der Homepage des Eigentümers, des Heimatvereins, heißt, derzeit nicht öffentlich genutzt werden. Doch es tut sich was, wie der erste Vorsitzende der Heimatfreunde, Markus Stanggassinger, während der Jahreshauptversammlung in dieser Woche berichtete.

Geplant ist demnach, den Turm als reinen Aussichtsturm wiederzueröffnen. „Es werden keine Trauungen und Teestunden mehr oben stattfinden können. Das liegt daran, dass der Turm keinen richtigen ersten Rettungsweg hat. Zum Beispiel sind die Treppen zu steil“, erläuterte Markus Stanggassinger im Nachgang der Versammlung. Für Aufenthaltsräume in so einer Höhe bräuchte man einen zweiten Rettungsweg.

Stahlgerüst im Inneren des Turms

Aber: Mit der Maßgabe, dass draußen eine Rettungsplattform angebracht wird, damit die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter anlegen kann, sei man seitens des Landkreises Leer zu der Überzeugung gekommen, „dass man das so dann genehmigen kann“. Man sei in Sachen Genehmigung auf einem guten Weg mit dem Landkreis Leer. „Wir gehen davon aus, dass wir die im Laufe des Sommers vielleicht kriegen“, so der Heimatversvorsitzende weiter. Die Maßnahmen umfassen seinen Angaben zufolge unter anderem ein Stahlgerüst, das innerhalb des Turms hochgezogen werden muss. Auch müssten feuerhemmende Decken und Wände eingezogen werden.

Was das alles kostet, ist laut Stanggassinger momentan noch nicht abschätzbar, gerade mit Blick auf die immer noch teuren oder teurer werdenden Baumaterialien. Daher würden auf jeden Fall Zuschüsse gebraucht, müssten Bundesmittel eingeworben werden. „Es wäre schön, wenn wir zum Herbst anfangen könnten“, gibt sich der Vorsitzende eher verhalten optimistisch, was den Start der Bauvorhaben angeht. Man müsse sich aber hehre Ziele setzen.

Mehr Helfer für den Vorstand

Bei den weiteren Zielen beziehungsweise Plänen für dieses Jahr steht der Flohmarkt im Sommer am Toornhuus weit oben. Über die Jahre hätten sich viele Flohmarktgegenstände angesammelt, etwa aus Haushaltsauflösungen, und man wolle wieder ein bisschen Platz schaffen, informiert Markus Stanggassinger. Die Einnahmen kämen dem Heimatverein zugute. Plattabende, vor allem für die älteren Mitglieder, sollen auch wieder angeboten werden. Ein Straßenfest ist dagegen erst im nächsten Jahr geplant.

Auch personell könnte sich im 570 Mitglieder starken Borkumer Heimatverein etwas tun. Es gibt Überlegungen, lässt der Vorsitzende durchblicken, den Vorstand um nicht satzungsgemäße Posten wie einen Mitglieds- und Internetbeauftragten zu erweitern, um die Vorstandsarbeit ein bisschen zu entlasten und sich für die Bewältigung der anfallenden Aufgaben breiter aufzustellen.

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