Bauprojekt

In einem Jahr sollen Auricher Stadthäuser bewohnt sein

Gabriele Boschbach
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Von Gabriele Boschbach
| 20.04.2022 16:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Schmale, hohe Fenster und klare Fronten: So sollen die Stadthäuser an der Großen Mühlenwallstraße aussehen. Foto: OZ-Archiv
Schmale, hohe Fenster und klare Fronten: So sollen die Stadthäuser an der Großen Mühlenwallstraße aussehen. Foto: OZ-Archiv
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Mit mehrjähriger Verzögerung beginnen an der Großen Mühlenwallstraße in Aurich jetzt Abrissarbeiten für drei Stadtvillen. Die Niedersächsische Landgesellschaft hat die Bauentwürfe den Vorstellungen der Stadt angepasst.

Aurich - Der Bauzaun an der Großen Mühlenwallstraße ist zwar vergleichsweise filigran, doch unübersehbar: Auf dem ehemaligen Grundstück des Reifenhändlers Holert beginnen in den nächsten Tagen die Abrissarbeiten für drei Stadthäuser in der Mitte von Aurich. Das hat Jacobus Penning am Mittwoch auf Anfrage bestätigt. Der Geschäftsführer der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) hat einen langen Atem bewiesen. Bereits vor zwei Jahren sollte nämlich an dieser Stelle mit dem Bau begonnen werden. Deshalb hatten sich drei vorübergehend auf dem Gelände stationierte Abteilungen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein anderes Quartier suchen müssen.

Das Bauprojekt war unter anderem deshalb ins Stocken geraten, weil die Planungen immer wieder geringfügig verändert werden mussten. Die Stadt hatte in einem aufwendigen Verfahren über viele Jahre Grundstücke auf dieser Fläche erworben, um Einfluss auf eine einheitliche Bebauung nehmen zu können. Die ehemalige Auricher Baurätin Irina Krantz hatte stets betont, dass es darum gehe, der rückwärtigen Seite der Wallstraße das Hinterhof-Image zu nehmen. So sollte auch von der Großen Mühlenwallstraße aus ein Blick auf gefällige Vorderhausfronten möglich werden. Über die dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplans war in den politischen Gremien der Stadt lange gestritten

worden.

Alle Wohnungen sind seniorengerecht

Zum Projekt selbst: Im südlichen Teil sollen auf einer Fläche von 665 Quadratmetern drei zweigeschossige Stadthäuser errichtet werden. Auf einer Seitenfläche plant die NLG ein „seniorengerechtes Wohnhaus“, wie es bei der Vorstellung der Pläne im Fachausschuss noch hieß. Am Mittwoch sagte Jacobus Penning auf Nachfrage, dass alle Wohnungen in den Stadthäusern die Kriterien des seniorengerechten Wohnens erfüllten. Die Zimmer seien barrierefrei, die Türen so breit, dass man mit einem Rollstuhl hindurchkomme.

Beim Bauzeitenplan sei es derzeit sehr schwer, verlässliche Aussagen zu machen. Wegen des Ukrainekrieges gebe es die sattsam bekannten Lieferengpässe. Für den Abriss habe man vier Wochen veranschlagt. Im Sommer solle mit den Bauhauptarbeiten begonnen werden. Derzeit schreibe man die Leistungen aus. Bezugsfertig sollen die Wohnungen in einem Jahr sein.

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