Berlin
„Mit sofortiger Wirkung“: Linke-Chefin Hennig-Wellsow erklärt Rücktritt
Die Chefin der Partei Die Linke, Susanne Hennig-Wellsow, hat ihren Rücktritt bekannt gegeben. Die Politikerin teilte ihre Entscheidung am Mittwoch auf ihrer Homepage mit.
Als Grund für ihren Rücktritt führt Hennig-Wellsow sowohl private als auch berufliche Gründe an. Ihre private Lebenssituation erlaube es ihr nicht, mit der Kraft und der Zeit für die Partei da zu sein, wie es in der gegenwärtigen Lage nötig sei. „Ich habe einen achtjährigen Sohn, der mich braucht, der ein Recht auf Zeit mit mir hat. Aber auch die Linke braucht in dieser Situation eine Vorsitzende, die mit allem was sie hat für die Partei da ist.“
Die vergangenen Monate seien eine der schwierigsten Phasen in der Geschichte der Linken gewesen. Erneuerung sei umso mehr nötig, und diese Erneuerung brauche neue Gesichter, um glaubwürdig zu sein, so Hennig-Wellsow. „Die Linke hat es verdient, von Menschen geführt zu werden, die unseren Anhängern und Mitgliedern wieder Mut machen.“
Das seit Wochen in der Partei kursierende Thema um Sexismus greift die ehemalige Vorsitzende in diesem Zuge ebenfalls auf. „Der Umgang mit Sexismus in den eigenen Reihen hat eklatante Defizite unserer Partei offen gelegt. Ich entschuldige mich bei den Betroffenen und unterstütze alle Anstrengungen, die jetzt nötig sind, um aus der Linken eine Partei zu machen, in der Sexismus keinen Platz hat.“
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