Straftaten

Schlag gegen Drogenszene: Festnahme mitten in Holtland

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 19.04.2022 16:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Am Gründonnerstag haben Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund in Holtland einen mutmaßlichen Straftäter aus den Niederlanden festgenommen. Der Einsatz sorgte für Aufsehen.

Holtland - Bei einem Einsatz mitten in Holtland haben Beamte der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund (PI) am Gründonnerstag einen 66 Jahre alten Niederländer festgenommen. Wie Wiebke Baden, Sprecherin der PI, auf Anfrage sagte, stand diese Festnahme im Zusammenhang mit mehreren Durchsuchungen am Tag zuvor.

Am Mittwoch, 13. April, hatten Spezialkräfte der PI Aurich/Wittmund drei Personen, eine 31-jährige Frau sowie einen 34-jährigen und einen 41-jährigen Mann aus dem ostfriesischen Raum, festgenommen. Die Polizei spricht von einem „Schlag gegen die Drogenszene“. Ebenso wie den drei Deutschen werden dem in Holtland festgenommenen Niederländer Straftaten im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln vorgeworfen.

Vier Personen in Untersuchungshaft

Der 66-Jährige wurde ebenso wie die drei anderen dem Haftrichter vorgeführt. „Alle vier befinden sich nun in Untersuchungshaft“, so Baden. Die Ermittlungen gingen weiter. Das Amtsgericht Aurich hatte vor den Festnahmen sieben Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Diese Großaktion führte einer Pressemitteilung der PI und der Staatsanwaltschaft Aurich zufolge „zum Auffinden von Rauschmitteln in nicht geringer Menge, Bargeld im vierstelligen Bereich sowie von diversen Hieb-, Stich- und Schreckschusswaffen“.

Der Polizeieinsatz mitten in Holtland am frühen Nachmittag vor dem Markant-Markt sorgte für Aufsehen. Eine Einwohnerin sprach von einem „Großeinsatz“, der Festgenommene sei am Boden von Polizeibeamten festgehalten worden. Zur Größe des Einsatzes und der Zahl der Einsatzkräfte machte Baden jedoch keine näheren Angaben. Es komme durchaus vor, dass die PI Aurich/Wittmund außerhalb ihres Bezirkes tätig werde, „so ein Einsatz ist aber nicht alltäglich“, versicherte die Sprecherin.

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