Automobilbau
Lockdown in China trifft auch Emder VW-Werk
Im Volkswagen-Werk in Emden fehlen Teile von Zulieferern aus China, wo ganze Landesteile im Corona-Lockdown sind. In Ostfriesland muss deshalb nun die Produktion angepasst werden.
Emden - Die Corona-Situation in China mit von der Staatsführung in mehreren Regionen verhängten Lockdowns trifft jetzt den Volkswagen-Standort in Emden: Weil sich die Versorgungssituation mit Teilen aus der Volksrepublik verändert habe, müsse auch in Ostfriesland die Produktion angepasst werden, wie Indra van Schwartzenberg, Sprecherin des VW-Werks in Emden, unserer Redaktion am Donnerstag bestätigte.
Konkret bedeutet das: Ab Ostermontag bis zum 1. Mai wird die Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche reduziert. Üblich sei im Werk, je nach Abteilung, eine 37,5-Stunden-Woche, sagte van Schwartzenberg. Zudem werden sogenannte Vorholschichten, die im Emder VW-Werk für die Sonnabende am 23. April und 14. Mai geplant waren, entfallen.
Die Entscheidung zur Anpassung der Produktion sei relativ kurzfristig zwischen der Werksleitung und dem Betriebsrat getroffen worden, sagte van Schwartzenberg. Als Grund werden in einer internen Mitteilung, die unserer Redaktion vorliegt, Veränderungen in den Lieferketten aus Staaten genannt, die wiederholt Corona-Lockdowns verhängt hätten. VW-Sprecherin van Schwartzenberg sagte, dass es konkret um externe Zulieferer aus China gehe. Peking verfolgt im Kampf gegen die Pandemie eine strikte Null-Covid-Strategie, die zuletzt etwa zu einem Lockdown in der Millionenmetropole Shanghai geführt hatte.