Handball

OHV Aurich begeistert mit einem Torfestival

Theo Gerken
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Von Theo Gerken
| 10.04.2022 20:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nikita Pliuto kann in dieser Szene zum 9:9 ausgleichen. Foto: Gerken
Nikita Pliuto kann in dieser Szene zum 9:9 ausgleichen. Foto: Gerken
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Der OHV Aurich ist perfekt in die Pokalrunde der Dritten Handball-Liga gestartet. Vor heimischer Kulisse kamen die Ostfriesen gegen Handball Lippe II zu einem 38:33. Enttäuschend war die Zuschauerzahl.

Aurich - Mit einem hoch verdienten 38:33-Erfolg über Team Handball Lippe II starteten die Handballer des OHV in den Spielen zum Ligapokal für Mannschaften der dritten Liga. So viele Tore wie selten zuvor bekamen am späten Sonntagnachmittag die nur 320 Zuschauer in der Auricher Sparkassen-Arena zu sehen.

„Meine Mannschaft war hungrig nach Toren, wir mussten uns im Training wegen der Erkrankung einiger Spieler an Corona etwas zurückhalten, heute war ich von meiner Mannschaft überrascht, Lippe II hat in Köln und auch vorher stark gespielt, wir waren sehr diszipliniert. Ich freue mich, dass alle mitwirken konnten“, kommentierte Arek Blacha nach Spielschluss. Damit hat der OHV zunächst die Führung in der Gruppe B übernommen. Das nächste Spiel müssen die Auricher in 14 Tagen beim Longericher SC in Köln bestreiten.

Viele Treffer

Unglaublich viele Treffer fielen schon in den ersten Spielminuten. Evegeny Vorontsov und Wilke de Buhr legten schon nach nicht einmal zwei Minuten das 2:0 vor. Doch bei dem hohem Spieltempo machten beide Teams schon in der Anfangsphase viele Fehler. So ging der 4:1-Vorsprung des OHV nach zwei krassen Abspielfehlern im Spielaufbau schnell verloren. Lippe II nutzte die Schwächen der Gastgeber konsequent und hielt sich im Spiel.

Mit vier Treffern nacheinander führten die Gäste plötzlich mit 5:4, weiter ging es hin und her, erst nach 20 Minuten konnte sich der OHV etwas absetzen. Trotz einer Zeitstrafe gegen Jonas Schweigart gelang dem OHV durch Petar Puljic und Nikita Pliuto (2) eine 14:11-Führung, die nur wenig später durch drei „Gewaltwürfe“ aus dem Rückraum von Kevin Wendlandt auf 19:13 ausgebaut wurde. Zur Pause hieß es 19:16 für den OHV.

Alle Spieler mit Einsatzzeiten

Im zweiten Abschnitt gewährte Aurichs Trainer Arek Blacha allen Spielern Einsatzzeiten. „Wir konnten wegen der Infizierung einiger Akteure in der letzten Woche nicht richtig trainieren und haben immer nur fünf Minuten Belastung geprobt“, erläuterte Aurichs Coach nach dem Spiel. So saß der noch nicht ganz wieder hergestellte Jannes Hertlein lange auf der Bank, und Maxim Pliuto hatte sich wegen seiner Infektion mit dem Virus ganz abgemeldet.

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Doch der OHV spielte nach dem Wiederbeginn diszipliniert und leistete sich nicht ganz so viele Fehler wie der junge Bundesliganachwuchs. Immer größer wurde der Vorsprung, die Zuschauer waren begeistert, doch das Tor zum 34:25 durch Wilke de Buhr war schon alleine das Eintrittsgeld wert: Am eigenen Torraum hatte Kevin Wendlandt einen Ball abgefangen, seinen Pass über rund 30 Meter nahm Wilke de Buhr in vollem Lauf auf und traf im Fallen ins Gästetor. „Das 40. Tor wollte keiner werfen, das kostet bei uns“, sagte Aurichs Trainer. So blieb es beim 38:33-Endstand.