Fußball

Kickers: Wulff kehrt mit Risswunde vom Bundeswehr-Nationalteam zurück

| | 08.04.2022 16:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
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Holger Wulff war mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft unterwegs. Der Mittelfeldspieler von Fußball-Oberligist Kickers Emden kehrte jedoch angeschlagen aus München zurück. Nicht nur sein Einsatz am Sonntag in Wolfsburg ist fraglich.

München - Nicht einmal eine Woche, nachdem Ibrahim Sillah von seiner Länderspielreise mit dem Team von Sierra Leone zurückgekehrt war, begab sich der nächste Spieler von Fußball-Oberligist Kickers Emden auf eine Nationalmannschaftstour. Holger Wulff flog am Montag von Bremen nach München, um am Trainingslager der Fußball-Auswahl der Bundeswehr teilzunehmen. Heim kehrte Emdens zentraler Mittelfeldspieler und Standardspezialist am Freitag – allerdings lädiert.

„Beim Testspiel am Dienstag habe ich mir eine Risswunde am linken Schienbein zugezogen“, berichtet Holger Wulff. Mit vier Stichen sei die Wunde des Ostfriesen genäht worden. „Danach ging bei mir leider nicht mehr viel. Ich habe dann drumherum etwas mitgeholfen.“ Fällt Wulff nun für das Auswärtsspiel von Kickers an diesem Sonntag (15 Uhr) bei Lupo Martini Wolfsburg aus? „Das wird sich erst am Spieltag entscheiden. Ich bin aber recht optimistisch, dass ich einsatzfähig bin“, sagt der 32-Jährige.

Der Blick geht Richtung WM in Kairo

Auch hinter dem Einsatz von Dany Hatou (krank) und Gabriel Bamezon (erkältet) steht noch ein Fragezeichen. Verteidiger Milad Faqiryar konnte nach seinem leichten Muskelfaserriss wieder voll mittrainieren und drängt in die Startelf. „Es ist schön, dass wir solch eine Konkurrenzsituation bei uns haben“, freut sich Emdens Trainer Stefan Emmerling, der mit dem Team bereits an diesem Samstag nach Wolfsburg reisen wird. Gegen Lupo Martini Wolfsburg erwartet Stefan Emmerling ein „schweres Spiel“.

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Holger Wulff zählt nicht nur bei Kickers zu den Dienstältesten im Team. Auch bei der Bundeswehr-Nationalmannschaft ist der 32-Jährige einer der „alten Hasen“. Seit 2014 gehört er zur Fußball-Nationalmannschaft der Bundeswehr, hat also bereits einige Trainingslager sowie Länderspiele mit der Auswahl mitgemacht. In München war Wulff mit der Bundeswehr-Mannschaft aber das erste Mal. „Das Kasernengelände ist direkt neben dem Campus des FC Bayern. Da haben wir eine schöne Führung bekommen“, sagt Wulff, der beim Bundeswehr-Stützpunkt in Wittmund in der Personalverwaltung tätig ist. Nicht die Besichtigung, sondern vor allem das Training stand im Mittelpunkt der Bundeswehr-Auswahl, die sich zuletzt im September in Aachen getroffen hatte. Zwei Einheiten standen in München täglich auf dem Programm, am Dienstag und Donnerstag wurde ein internes Testspiel bestritten. Wegen der Pandemie wurde auf ein Spiel gegen ein anderes Teams verzichtet.

Unser Tipp

Wolfsburg – Emden 1:1. Das Tabellenbild mag den ein oder anderen täuschen. Lupo Martini ist eine starke Oberliga-Mannschaft, die bisher nicht das Spielglück auf ihrer Seite hatte – Emden dagegen schon. Es dürfte eine ausgeglichene Partie werden, die auch entsprechend mit einem Remis enden könnte.

Nach Aachen war es nun erst der zweite Lehrgang seit Ausbruch der Pandemie. „In diesem Jahr kommen wieder mehr Termine dazu“, blickt Holger Wulff bereits nach vorne. Die nächsten Trainingslager – dann mit einem Benefizspiel – stehen für die Bundeswehrmannschaft am 30. Mai bis zum 3. Juni (Wildflecken, Bayern) und 12. bis 16. September (Sanitz, Mecklenburg-Vorpommern) an. Ende des Jahres wird es dann ernst: Es warten die Qualifikationsspiele für die Bundeswehr-Weltmeisterschaft in Ägyptens Hauptstadt Kairo. „Bei dieser WM würde ich unglaublich gerne dabei sein“, sagt Holger Wulff.