Hamburg

Oligarchen-Yacht dreht stundenlang Kreise im Hamburger Hafen

Maximilian Matthies
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Von Maximilian Matthies
| 03.04.2022 21:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die „Solandge“ bei Blohm +Voss: Die Yacht soll dem russischen Oligarchen Suleyman Kerimov gehören. Foto: imago images/Hanno Bode
Die „Solandge“ bei Blohm +Voss: Die Yacht soll dem russischen Oligarchen Suleyman Kerimov gehören. Foto: imago images/Hanno Bode
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Die russische Oligarchen-Yacht „Solandge“ liegt für Umbauarbeiten in der Werft von Blohm+Voss. Wollte das Luxusschiff nun den Hamburger Hafen verlassen? Der mutmaßliche Besitzer steht auf der Sanktionsliste des Westens.

Wollte die Oligarchen-Yacht „Solandge“ im Hamburger etwa Reißaus nehmen? Das Luxusschiff liegt seit vergangenem Oktober in der Werft von Blohm+Voss und bekommt eine Schönheitskur. Besitzer soll der russische Milliardär Suleyman Kerimov sein, dessen Vermögen in Zusammenhang mit den Sanktionen des Westens wegen des Angriffskrieges in der Ukraine teilweise eingefroren worden sein soll. Wie sind die Bewegungen im Hamburger Hafen zu deuten? Sollte die „Solandge“ wie die Luxusyacht „Graceful“ von Wladimir Putin vor einer möglichen Beschlagnahme bewahrt werden?

Die „Graceful“ war bereits Anfang Februar aus Deutschland nach Russland zurückgeholt worden. Die Aktion wurde als Rettungsmanöver angesehen. Putin, der zu dem Zeitpunkt schon mit einem Angriff auf die Ukraine drohte, wollte seine Yacht womöglich vor künftigen Sanktionen schützen.

Beschlagnahmt wurde hingegen die Oligarchen-Yacht Dilbar im Hamburger Hafen. Das Schiff liegt seit Monaten zum Umbau bei Blohm+Voss im Dock. Das 156 Meter lange und mutmaßlich 540 Millionen Euro teure Superschiff gehört laut Medienberichten dem russischen Milliardär Alisher Usmanov. Ob auch die „Solandge“ unter die Sanktionsauflagen fällt, ist unklar.

Fakt ist: die Oligarchen-Yacht liegt weiterhin im Hamburger Hafen. Die „Solandge“ soll am Freitag stundenlang Pirouetten in einem Seitenarm gedreht haben, um ihren Kompass zu kalibrieren, wie das Portal „24hamburg“ berichtete. Wie weit die Arbeiten an dem Schiff voran geschritten seien und wie lange die Yacht noch in der Hansestadt bleibe, sei nicht bekannt, hieß es.

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