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Preisexplosion: So berechnen Sie Ihre persönliche Inflationsrate

Ankea Janßen
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Von Ankea Janßen
| 03.04.2022 20:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wie viel teurer wird’s? Mit einem Onlinetool lässt sich die persönliche Inflationsrate berechnen. Foto: Jens Kalaene/dpa
Wie viel teurer wird’s? Mit einem Onlinetool lässt sich die persönliche Inflationsrate berechnen. Foto: Jens Kalaene/dpa
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Höhere Energiekosten, teurere Lebensmittel: Die steigende Inflation trifft Verbraucher immer härter. Wie viel teurer das Leben jedes einzelnen wird, lässt sich mit einem Onlinetool berechnen.

Das Leben in Deutschland wird immer teurer: Mit 7,3 Prozent ist die Inflationsrate so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um ihre Existenz. So kann einer aktuellen YouGov-Umfrage jeder siebte Erwachsene nach eigenen Angaben seine Lebenshaltungskosten kaum noch bestreiten.

Doch wie viel teurer wird das Leben für jeden einzelnen Verbraucher? Für die Berechnung zieht das Statistische Bundesamt unter anderem den sogenannten Verbraucherpreisindex heran. Gemessen wird damit die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die ein privater Haushalt für Konsumzwecke kauft. Neben Nahrungsmitteln, Alkohol- und Tabakwaren gehören auch Energiekosten, Miete sowie Ausgaben für Kleidung, Gesundheit und Kultur dazu.

Die persönliche Inflationsrate berechnet sich also daraus, welche Waren und Dienstleistungen die Inflation nach oben treibt und wie viel jeder einzelne Mensch davon in seinem Alltag nutzt. Wer also täglich mit dem Auto zur Arbeit pendelt, ist von den steigenden Benzin und Diesel-Preisen stärker betroffen als jener, der mit dem Fahrrad fährt. Stehen bei Verbrauchern frisches Obst und Gemüse, Butter und Fleisch auf dem täglichen Speiseplan, werden die höheren Ausgaben mehr zu spüren sein als bei jenen, die auf diese Lebensmittel verzichten.

Um einen Überblick über die eigenen Ausgaben und das individuelle Konsumverhalten zu bekommen, stellt das Statistische Bundesamt einen persönlichen Inflationsrechner zur Verfügung. Damit kann die amtliche Inflationsrate mit der eigenen abgeglichen werden.

Unter den Kategorien „Ernährung“, „Wohnen“, „Mobilität“ oder „Freizeit“ können Nutzer angeben, wie viel Geld sie im Monat für Nahrungsmittel, Restaurantbesuche, Kraftstoffe oder Kulturangebote ausgeben.

Momentan ist der Vergleich nur mit den Inflationsdaten für Februar (5,1 Prozent) möglich, da es sich bei der Inflationsrate für März um einen vorläufigen Wert handelt. Sobald die neuen Werte vorliegen, wird der Inflationsrechner aktualisiert.

Vor allem die steigenden Lebensmittel „treffen die Ärmsten am härtesten“, warnte die Diakonie Deutschland vor dem Hintergrund erneuter Preiserhöhungen der Discounter. „Ich gehe davon aus, dass ein Viertel der Bevölkerung zu wenig Geld für das Lebensnotwendige zur Verfügung hat und jetzt in existenzielle Nöte gerät“, warnte Maria Loheide, Vorständin Sozialpolitik bei der Diakonie. 

Die Forderung: Ein Sofortzuschlag in Höhe von 100 Euro pro Monat, der ein halbes Jahr ausgezahlt wird. Festgeschrieben werden könne ein solcher Zuschlag im Sozialgesetzbuch. Der Sozialverband VdK fordert außerdem ein wirksames Entlastungspaket, das auch Rentner berücksichtigt.

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