Für die Ehre
Das ist wirklich nicht witzig
Auf unserer Internetseite veröffentlichen wir sechs Mal in der Woche eine Kolumne. Samstags geht es ums Ehrenamt.
Jetzt war der erste April. Ein nicht unbedingt beliebter Tag bei den Feuerwehren. Zu oft gab es an diesem Tag üble Scherze, die die Feuerwehren unnötig forderte. Mittlerweile ist es nicht mehr so einfach, die Feuerwehr unerkannt zu alarmieren. Rufnummern der Anrufer werden prinzipiell angezeigt. Dieses dient der Sicherheit und schreckt vom Missbrauch des Notrufes ab. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die sich einen Scherz daraus machen und die Feuerwehr zu nicht bestehenden Einsätzen fordern. Das ist nicht witzig, selbst am 1. April nicht!
Zur Person
Manuel Goldenstein (41), geboren in Aurich und aufgewachsen in Südbrookmerland, arbeitet eigentlich als Pfleger im Klinikum Emden. Vor allem aber ist er leidenschaftlicher Feuerwehrmann. Er ist Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Aurich und Sprecher des Arbeitskreises Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Feuerwehrverbands Ostfriesland.
Die Einsatzkräfte verlassen ihre Familien und Arbeitsplätze, eilen zum Feuerwehrhaus und fahren mit Blaulicht und Martinshorn. Allein dieser Ablauf beinhaltet bereits Gefahren. Weiterhin sind Einsatzkräfte gebunden, die vielleicht genau in diesem Moment zu einem tatsächlichen Notfall ausrücken müssten; andere Kräfte müssen dann mit einem etwas weiteren Anfahrtsweg reagieren.
Ausgelöste Sirenen und Feueralarme in Einrichtungen versetzen zudem einige Menschen in Angst und Panik. Wer hat denn an so etwas Spaß?! Der Missbrauch von Notrufeinrichtungen ist strafbar. Ordentliche Geldstrafen und sogar der Knast winken den Übeltätern. Ich selbst ärgere mich immer über die Zeit, die mir durch den überflüssigen Blödsinn genommen wird, die ich hätte anders einsetzen können.
Den Notruf als Scherz zu nutzen kann nach meiner Auffassung nur durch eine geistige Umnachtung entstehen. Über die bestehenden Risiken machen sich diese Leute wohl keine Gedanken. Dieses bedeutet nicht, dass wir bei der Feuerwehr, den Rettungsdiensten oder den Rettungsleitstellen befreit von Spaß und Scherzen sind. Es muss nur angemessen und in einer passenden Situation sein. Nicht überall kann man witzig sein und nicht alles ist ein Witz. Wer den Notruf missbraucht, spielt in dem Moment mit dem Leben anderer.
Ein kleiner Tipp: Erst denken, dann handeln. So machen wir es bei der Feuerwehr auch.
Kontakt: kolumne@zgo.de
Meine kleine Nichte Lu hat recht
Im Sinne der Opfer
Aus dem Alltag raus in den Einsatz