Politik

Emder Grüne wollen alte Häuser in jungen Händen weiter fördern

Mona Hanssen
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Von Mona Hanssen
| 31.03.2022 08:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Junge Leute können sich heute kaum noch ein Eigenheim leisten. Symbolfoto: Pixabay
Junge Leute können sich heute kaum noch ein Eigenheim leisten. Symbolfoto: Pixabay
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An diesem Donnerstag kommt der Emder Rat zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem ein Antrag der Grünen, das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ fortzuführen. Die Verwaltung hat eine Antwort.

Emden - Wer derzeit ein Haus kaufen will, muss schon ganz tief in die Tasche greifen. Die Emder Gruppe „Grüne feat. Urmel“ beantragt daher, dass das Förderprogramm „Jung kauft Alt“, bei dem junge Menschen einen finanziellen Anreiz bekommen, alte Häuser zu kaufen, fortgeführt wird. Es wird vorgeschlagen, im Investitionsprogramm der kommenden Jahre entsprechende Beträge einzustellen: für 2022 beispielsweise 48.000 Euro, für 2023 rund 72.000 Euro, für 2024 etwa 96.000 Euro und für 2025 dann 120.000 Euro.

Im März vergangenen Jahres war das Programm ausgelaufen. Mit der Wiederauflage des städtischen Programms wolle die Rats-Gruppe nun die Zielsetzungen des vom Rat beschlossenen Stadtentwicklungskonzeptes „Wohnen“ unterstützen. In der Begründung für das 2014 aufgelegte Förderprogramm habe es unter anderem geheißen, dass den Folgen des demografischen Wandels, dem Wegzug junger Familien, dem Freiflächenverbrauch und dem Leerlaufen der Infrastruktur (z.B. Kindergärten, Grund- und Weiterführende Schulen, Straßen und Plätze) entgegen gewirkt werden solle. „Mit den vorgeschlagenen Beträgen können 20 Förderungen pro Jahr für eine einmalige Förderung von Altbaugutachten und 20 laufende jährliche Förderungen für den Altbaukauf realisiert werden“, schreibt Grünen-Frau Andrea Marsal in dem Antrag.

Die Stadtverwaltung hat zu dem Antrag bereits Stellung genommen - und schlägt vor, an der Beendigung des Förderprogramms festzuhalten. In der Begründung heißt es unter anderem: „Es kann bis dato sachlich, fachlich und auch statistisch nicht nachgewiesen werden, dass das Förderprogramm wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung junger Familien für eine Altimmobilie genommen hat. Die Stadt steht auch zum aktuellen Zeitpunkt noch vor dem Abwanderungsproblem junger Familien ins nahe Umland der Stadt.“ Da es eine „freiwillige Zahlung der Stadt“ war und Emden dringend sparen müsse, könne man sich das Programm auch nicht mehr leisten. Im Rat an diesem Donnerstag ab 17 Uhr in der Nordseehalle wird sich zeigen, wie die Politik darüber abstimmt.

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