Vereinsleben

Kickers ist „glimpflich“ durch die Corona-Zeit gekommen

Niklas Homes
|
Von Niklas Homes
| 25.03.2022 19:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vorsitzender Dr. Jörg Winter (links) konnte auf der Jahreshauptversammlung von Kickers Emden 25 Mitglieder begrüßen.
Vorsitzender Dr. Jörg Winter (links) konnte auf der Jahreshauptversammlung von Kickers Emden 25 Mitglieder begrüßen.
Artikel teilen:

Die Pandemie traf Kickers Emden zu einer Unzeit. Schließlich brachte der Aufstieg 2019 einen Anstieg der Ausgaben mit sich. Wir durchleuchten, wie der Klub die Schwierigkeiten bewältigte.

Emden - Sportlich befand sich Kickers Emden im Aufwind, fasste nach dem Aufstieg gleich Fuß in der Fußball-Oberliga – ehe die Pandemie Anfang 2020 für eine absolute Vollbremsung sorgte. Corona kam gerade für Kickers zur Unzeit. „Durch den Aufstieg waren unsere Ausgaben gerade gestiegen. Wir bekamen einen neuen Trainer, haben die Mannschaft verstärkt. Allgemein hatten wir mehr Betrieb und weitere Fahrten“, erläutert Finanzvorstand Matthias Nittmann. „Und dann kam Corona. Das ging nicht spurlos an uns vorbei.“ Wie genau sich die Pandemie in 2020 und 2021 finanziell auf den Klub ausgewirkt hat, stellte Nittmann am Donnerstagabend auf der Jahreshauptversammlung vor. Das Gesamtfazit: „Wir sind recht glimpflich durch die Corona-Zeit gekommen.“

Matthias Nittmann erläuterte am Donnerstag auf der Jahreshauptversammlung die Auswirkungen der Pandemie für Kickers Emden. Fotos: Doden
Matthias Nittmann erläuterte am Donnerstag auf der Jahreshauptversammlung die Auswirkungen der Pandemie für Kickers Emden. Fotos: Doden

Das hat mehrere Gründe. Ein entscheidender ist die Aktivität des auf der letzten Jahreshauptversammlung im November 2019 gegründeten Wirtschaftsbeirats. Dieser ist seitdem zwar personell geschrumpft, doch allen voran Eckhard Sanders und Klaus van Ahrens leisten „hervorragende Arbeit“, so Nittmann. Allein in den Jahren 2020 und 2021 konnten die Einnahmen durch Sponsoren um 134.500 Euro gesteigert werden. Der Klub erhielt zudem staatliche Coronahilfen von insgesamt 13.300 Euro sowie 2021 überaus hohe Spendengelder – eine Einzelspende betrug gar 75.000 Euro. Auch der neu eingerichtete Online-Shop, der Kickers in 2021 insgesamt 18.200 Euro einbrachte, sowie die großaufgelegte Lotterie konnten die wegen Corona wegbrechenden Einnahmen abfedern. 2020 nahm Kickers Emden 14.600 Euro durch verkaufte Tickets ein – was zwar etwa der Summe des Landesliga-Vorjahres entspricht. Doch bei dem Austragen aller Heimspiele wäre deutlich mehr möglich gewesen. 2021 waren es sogar nur noch 8900 Euro durch Eintrittspreise. Den fehlenden Einnahmen stehen durch wegbleibende Fahrten natürlich auch weniger Ausgaben gegenüber.

„Insgesamt halten sich die Einnahmen und Ausgaben der beiden Jahre etwa die Waage“, sagt Matthias Nittmann, der bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag von den 25 anwesenden Mitgliedern wiedergewählt worden war. Im Vorstand gibt es nur eine Veränderung: Hermann Fokken übernimmt das frei werdende Amt von Thomas Bruns, der aus beruflichen Gründen ausschied.

Ähnliche Artikel