Wilderei
Hund hetzt tragendes Reh im Westerhammrich tot
Laut Jäger Gerold van Hoorn hat ein Hund im Westerhammrich ein Reh totgehetzt. Dabei herrsche in dem Gebiet Leinenpflicht. Für die Besitzer des Hundes kann es teuer werden.
Leer - „Dieses Reh ist qualvoll gestorben“, sagt Jäger Gerold van Hoorn. Am Donnerstagmittag wurde er von der Polizei in den Westerhammrich gerufen. „Das Reh wurde von einem freilaufenden Hund in einen Zaun gehetzt und tot gebissen“, sagt er. Anschließend hätten die Besitzer das tote Tier über den Zaun geworfen. Laut Polizeiinspektion Leer-Emden war es aber auch die Hundebesitzerin, die die Polizei angerufen hatte, weil ihr Hund dem Reh hinterherrannte.
Was und warum
Darum geht es: Im Westerhammrich hat ein Hund eine Ricke gerissen
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Deshalb berichten wir: Wildernde Hunde können eine Gefahr für die Tierwelt sein Den Autor erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de
„Es war eine hochtragende Ricke mit zwei Kitzen“, sagt der Jäger. Die Wut schwingt in jedem Wort mit. „Im Westerhammrich gilt eine Leinenpflicht auch außerhalb der Brut- und Setzzeit“, sagt er. Das Gebiet sei zudem Jagdrevier. „Wir können da aber nicht bejagen, da dort zu viele Menschen sind“, sagt van Hoorn. Freilaufende Hunde seien für ihn ein andauerndes Ärgernis. „Die angrenzende Umgehungsstraße ist nicht eingezäunt. Hunde können die Tiere auf die Straße jagen und auch selbst überfahren werden. Das ist wirklich gefährlich“, sagt er.
Der Jäger hat angekündigt, Strafanzeige gegen die Besitzer zu stellen. Auch will er sich an das Ordnungsamt wenden. „Hier stehen überall Schilder, dass Hunde anzuleinen sind. Da muss jetzt auch etwas passieren“, sagt er. Nach Paragraph 33 des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung droht den Besitzern Geldbuße bis zu 5.000 Euro. Unklar ist derzeit, um was für einen Hund es sich bei dem Vorfall gehandelt hat.