Fußball

Corona-Alarm in der Oberliga: Auch Kickers betroffen

Georg Lilienthal
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Von Georg Lilienthal
| 18.03.2022 16:09 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In der Fußball-Oberliga dominiert Covid-19 das Geschehen. Foto: Pixabay
In der Fußball-Oberliga dominiert Covid-19 das Geschehen. Foto: Pixabay
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In der Aufstiegsrunde der Fußball-Oberliga wurden bis Freitagmittag schon vier von fünf Begegnungen abgesetzt. Eine Mannschaft hat es besonders heftig getroffen.

Emden - Die Aufstiegsrunde in der Fußball-Oberliga entwickelt sich mehr und mehr zur Corona-Liga. Am Freitagmittag waren bereits vier der fünf Begegnungen vom Spielplan gestrichen worden. Und auch die noch nicht abgesetzte Partie zwischen BW Lohne und Lupo Martini Wolfsburg steht auf der Kippe. „Wir haben drei positive Fälle. Dazu kommen einige genesene Spieler, die noch kein Training absolviert haben“, sagt Lohnes Co-Trainer Sandro Heskamp. „Wenn bis Sonntag noch weitere Fälle hinzukommen, wird es sehr eng.“

Den Anfang beim Reigen der Absagen machte der BSV Kickers Emden am Donnerstagabend. Weil bei den Emdern eine handvoll Akteure mit dem Virus infiziert war und sich der SV Ramlingen/Ehlershausen mit einer Verlegung auf Ostersonnabend einverstanden erklärte, setzte Staffelleiter Burkhard Walden die Begegnung ab.

Dreimal einigten sich Klubs untereinander

„Nach unserem Sieg in Egestorf ist das ärgerlich“, sagte Trainer Stefan Emmerling. „Wir hätten bei schönstem Wetter sicherlich viele Zuschauer gehabt.“ Aber angesichts des schmalen Kaders befürwortete auch der Trainer die Spielverlegung. Auf ähnliche Weise kamen die Absagen der Begegnungen in Heeslingen (gegen Egestorf) und Spelle (gegen Arminia Hannover) zustande. Egestorf und Sp

elle sind durch zahlreiche Infizierte geschwächt, die Widersacher zeigten sich mit einer Verlegung einverstanden.

Nur in einem Fall handelte der Staffelleiter persönlich. Weil FT Braunschweig gleich zehn bestätigte Corona-Kranke meldete, strich Burkhard Walden die Partie. Der VfL Oldenburg hätte allzu gerne gespielt, um Klarheit zu erhalten, ob sich ein Lizenzantrag für die Regionalliga – der kostspielige Antrag muss bis zum 1. April eingereicht sein – noch lohnt. Doch in diesem Fall schritt Burkhard Walden ein. „Bei so vielen Fällen kann ich gar nicht anders entscheiden“, erklärt der Funktionär.

Fatale Situation

Für ihn gibt es keine fixe Zahl an Infizierten, die zu einer Absetzung führt. „Ich schaue auch in die Liste, wie viele Spieler eine Mannschaft in der Saison bereits eingesetzt hat.“ So trifft er bei einem 30-Mann-Kader möglicherweise eine andere Entscheidung bei einem 20-Mann-Kader. „Es ist und bleibt eine Einzelfallentscheidung.“

Walden ist bewusst, dass die Zeit drängt, eine Saisonverlängerung noch kein Thema ist und nach der Aufstiegsrunde für den Vizemeister noch eine Relegation folgt. „Wir haben in der Tat eine fatale Situation.“ So wurde seine Rufnummer am Freitag zu einer Art Oberliga-Corona-Zentrale. „Das Telefon stand nicht still.“

Burkhard Walden hofft ebenso wie die Mannschaften, dass die Flut der Infizierten und der deshalb notwendigen Anrufe schnell abebbt. Denn sonst entscheidet am Ende in der Oberliga tatsächlich das Virus über Titel und Aufstieg.

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