Handball

Doppeltes Kaffeetrinken vor Aurichs „Heim-Auswärtsspiel“

| | 17.03.2022 18:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Als Torwart holt man ungerne den Ball aus dem Netz – vor allem, wenn es gegen den Ex-Klub geht. Frederick Lüpke trifft am Sonnabend mit Aurich auf seinen alten Verein Wilhelmshavener HV, bei dem noch immer mehrere Freunde von ihm spielen. Foto: Doden
Als Torwart holt man ungerne den Ball aus dem Netz – vor allem, wenn es gegen den Ex-Klub geht. Frederick Lüpke trifft am Sonnabend mit Aurich auf seinen alten Verein Wilhelmshavener HV, bei dem noch immer mehrere Freunde von ihm spielen. Foto: Doden
Artikel teilen:

Es ist Derbyzeit in der 3. Handball-Liga: Der OHV Aurich reist zum Wilhelmshavener HV. Für Aurichs Torwart Lüpke ist es die vorerst letzte Siegchance gegen seinen Ex-Verein.

Aurich/Wilhelmshaven - Frederick Lüpke schwarz, Jonas Schweigart weiß: Es ist nicht die Farbverteilung für eine Partie Schach, sondern die Vorliebe, wie die beiden Leistungsträger des OHV Aurich ihren Kaffee trinken. Und das Kaffeetrinken nimmt für die beiden für das Handball-Derby am Samstag beim Wilhelmshavener HV (19.30 Uhr Anwurf) eine ganz besondere Rolle ein. „Wir treffen uns vorab auf einen Kaffee, um zumindest etwas in eine Auswärtsspiel-Stimmung zu kommen“, verrät Aurichs Torhüter Frederick Lüpke, der ebenso wie Kumpel und OHV-Kapitän Jonas Schweigart in Wilhelmshaven wohnt und entsprechend für die Nachholpartie am Samstag eine kurze Anreise hat.

Sogar gleich zweimal will sich Lüpke mit Schweigart am Samstag zum Kaffeetrinken treffen. „Erst vormittags auf dem Wochenmarkt und dann am Nachmittag noch bei einem von uns beiden, ehe wir zur Nordfrost-Arena fahren“, verrät Frederick Lüpke. Jene Halle war einst für mehrere Jahre seine Heimspielstätte – nun reist er als Gast an. Dies trifft auch auf drei weitere OHV-Spieler zu. Auch Jonas Schweigart, Evgeny Vorontsov und Jonas Wark haben eine Vergangenheit beim kommenden Gegner.

Zwei Spiele binnen 24 Stunden

Für Vorontsov ist es nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer die erste Rückkehr ins „alte Wohnzimmer“ – für Lüpke ist es am Samstag vorerst die letzte. Denn der 1,94 Meter große Torwart zieht aus beruflichen Gründen nach Kaiserslautern und wechselt deshalb zum dortigen Drittligisten TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg. Jener spielt in einer anderen Drittliga-Staffel als der WHV und OHV. „Vielleicht treffe ich in der Zukunft ja noch mal auf eines der Teams in Liga zwei“, sagt Frederick Lüpke. Während sich die Wilhelmshavener in dieser Saison Aufstiegschancen ausrechnen, peile Lüpkes künftiger Verein „in den kommenden Jahren“ den Aufstieg an, sagt der 26-Jährige.

Noch liege sein Fokus aber beim OHV Aurich. „Mit Aurich habe ich noch nie gegen Wilhelmshaven gewonnen – jetzt wird es also Zeit“, sagt Lüpke, der noch viele Freunde in der Mannschaft des WHV hat. Die Partie in Wilhelmshaven ist die letzte der Drittliga-Staffel B, ehe für den OHV in der kommenden oder übernächsten Woche die Pokalrunde starten soll. Die Staffel wird Aurich, sofern es nicht verliert, als Dritter abschließen – hinter Spenge und Wilhelmshaven. Im Falle einer Niederlage rutscht Aurich auf Platz vier. So oder so hat Aurich das Saisonziel, die Abstiegsrunde zu vermeiden, souverän geschafft.

Der WHV muss nach einem Corona-Ausbruch im Team nicht nur gegen Aurich, sondern auch gegen Bissendorf-Holte ein Nachholspiel bestreiten. Da die Zeit bis zum Beginn der Aufstiegsrunde drängt, finden diese Spiele sogar binnen 24 Stunden statt. Freitag um 20 Uhr gastiert Bissendorf-Holte in Wilhelmshaven, Samstag um 19.30 Uhr Aurich. Auch wenn diese Partie sportlich keine echte Bedeutung mehr hat, werden beim Derby, Lüpkes letztem „Heim-Auswärtsspiel“, mehr als 1000 Zuschauer erwartet.

Ähnliche Artikel