Fußball
Larrelt und Pewsum jubeln trotz Corona-Frust
In der Fußball-Bezirksliga rollt wieder der Ball. Die ersten Punkte in diesem Jahr eingefahrenhaben mit Larrelt und Pewsum ausgerechnet die Teams, die mehrere Corona-Ausfälle zu kompensieren hatten.
Ostfriesland - Gebeutelt mit Coronafällen – aber dennoch erfolgreich. Das traf am Mittwochabend gleich auf zwei Fußball-Bezirksligisten zu. Der SV SF Larrelt, der auf sechs infizierte Spieler verzichten musste, gewann mit 3:0 bei Germania Wiesmoor. Dem TuS Pewsum gelang trotz vier Coronafällen – und sieben weiteren nicht einsatzfähigen Spielern – ein 5:0-Sieg gegen BW Borssum. Es waren jeweils wichtige drei Punkte im Kampf um die Aufstiegsrunde der Staffel B. In jener spülte sich der TV Bunde mit einem 3:0-Sieg am Mittwoch beim VfB Uplengen an die Tabellenspitze.
TuS Pewsum - BW Borssum 5:0 (2:0).
Auf heimischem Kunstrasen gelang dem TuS gegen Borssum eine beeindrucken Revanche für die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel. „Das war sehr, sehr ordentlich“, urteilte Pewsums Trainer Bernd Buß. Borssum verpasste es, durch Jendrick Engelke in Führung zu gehen. Das rächte sich. Joris Kosin, der in der Winterpause ebenso wie der in der Startelf stehende Eric Gwosdenko vom FC Norden zum TuS gewechselt war, traf nach einer Ablage in den Rückraum zur Pewsumer Führung (17.). Keno Buß legte wenige Minuten später in ähnlicher Manier das 2:0 nach. Nach einem Freistoß erhöhte Hauke Ulferts noch vor der Pause auf 3:0. Die zweite Hälfte begann wie die erste sehr zerfahren, ehe der TuS das Kommando übernahm. Nach einem langen Einwurf von Mark Habben, der ebenso wie Torwart Andy Akkermann sonst eigentlich für die eigene U32 aufläuft, traf erneut Buß (72.). Debütant Habben belohnte sich kurz vor Schluss mit einem Schuss aus 20 Metern zum 5:0 für einen gelungenen Auftritt. „Andy und Mark waren mehr als nur ein Ersatz“, lobte Trainer Bernd Buß.
Tore: 1:0 Kosin (17.), 2:0 Buß (22.), 3:0 Ulferts (40.), 4:0 Buß (75.), 5:0 Habben (85.).
Germania Wiesmoor - SF Larrelt 0:3 (0:1).
Angesichts der Coronafälle hätte Larrelts Trainer Marten Sandmann das Auswärtsspiel in Wiesmoor am liebsten verlegt. Doch spezielle Corona-Absagen im Amateurfußball gibt es nicht mehr – das machte auch der Staffelleiter deutlich. „Es ist frustrierend, weil die Situation vor Kurzem noch eine ganz andere war“, sagte Sandmann. Ihm blieb aber nichts anderes übrig, als den Kader aufzufüllen. So half ein Spieler der Zweiten Herren aus, drei A-Jugendliche saßen auf der Bank. Anscheinend entlud sich der gesamte Larrelter Corona-Stress dann auf dem Spielfeld. Die Sportfreunde waren spielbestimmend. Nachdem die Larrelter erst noch Pech mit einem Latten- und einem Pfostenschuss hatten, brachte Zweite-Herren-Spieler Jonas Knöner, der erstmals in dieser Saison für das Bezirksliga-Team auflief, die Gäste mit 1:0 in Führung (41.). Wiesmoor kam zwar besser aus der Pause, doch der Schwung wurde durch das Larrelter 2:0 ausgebremst. Folkmar Hamann hatte aus rund 20 Metern getroffen. Für den dritten Streich sorgte Nils Boekholder, der nach einer Ecke den zu kurz abgewehrten Ball im Strafraum vor die Füße bekam und auf 3:0 erhöhte. „Für uns war in diesem Spiel nichts zu holen. Selbst einen Punkt hätten wir diesmal nicht verdient gehabt“, sagte Wiesmoors Trainer Frank Löning.
Tore: 0:1 Knöner (41.), 0:2 F. Hamann (56.), 0:3 Boekholder (71.).
VfB Uplengen - TV Bunde 0:3 (0:2).
Der VfB verteidigte leidenschaftlich und kompakt – doch am Ende stand gegen individuell überlegenere Bunder eine 0:3-Heimpleite. TV-Torjäger Eike Schmidt stellte früh die Weichen für den Gästeerfolg. Erst schirmte er den Ball in typischer Manier ab und traf aus spitzen Winkel (17.), dann verwertete er einen langen Ball von Renke Haken (22.). Dabei profitierte er davon, dass sein Gegenspieler ins Stolpern geraten war. Unmittelbar nach der Pause hatte Schmidt die große Chance auf sein drittes Tor. Doch scheiterte er per Elfmeter an Uplengens Schlussmann Tim Pottberg, der nach seinem Wechsel von Fortuna Veenhusen sein Pflichtspiel-Debüt im VfB-Dress feierte. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht und Ruhe ausgestrahlt“, lobte Uplengens Trainer Kurt Ullmann. Vor allem in der zweiten Halbzeit war er mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. „Da waren wir deutlich griffiger als in der ersten Hälfte“, so Ullmann. Mehr als ein paar Konterchancen, die nicht gut zu Ende gespielt wurden, brachte der VfB offensiv nicht zustande. Stattdessen gelang dem eingewechselten Lukas Kappernagel auf Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Sebastian Wendland, der im Winter vom VfL Oldenburg II zum TV zurückgekehrt war, der 3:0-Endstand (88.).
Tore: 0:1/0:2 E. Schmidt (17./22.), 0:3 Kappernagel (88.).