Kampfjets aus Polen

Keine Kampfjets für die Ukraine

Thomas Ludwig
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Ein Kommentar von Thomas Ludwig
| 09.03.2022 15:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Polen möchte seine alten MiG 29-Kampfjets gegen moderne Maschinen aus den USA eintauschen. Foto: dpa
Polen möchte seine alten MiG 29-Kampfjets gegen moderne Maschinen aus den USA eintauschen. Foto: dpa
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Die ukrainische Regierung fordert von der Nato eine schnelle Entscheidung für die Lieferung von MiG29-Jets aus Polen. Ein solcher Schritt wäre zum jetzigen Zeitpunkt gefährlich für Europa.

Nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll. Das gilt für den Wunsch Polens, alte MiG29-Jets auszurangieren und über die USA an die Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Einmarsch zu liefern. Das Interesse der Polen liegt auf der Hand: Sie sehen eine Chance, in die Jahre gekommene Flugzeuge günstig gegen F16-Kampfjets aus US-Beständen einzutauschen und gleichzeitig ein Zeichen zur militärischen Stärkung der Ukraine zu setzen.

Doch Vorsicht, Washington tut sich nicht umsonst schwer mit dem Deal. Würden die USA die MiGs über ihren deutschen Stützpunkt ins Kriegsgebiet liefern, könnte Moskau das als feindlichen Akt eines Nato-Staates verstehen.

Das Risiko einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Russland und der Nato stiege mit der Weitergabe der MiGs an Kiew massiv. Mit der Lieferung von Kampfflugzeugen würde ein neues Kapitel aufgeschlagen, schließlich handelt es sich um Offensivwaffen. Die Nato ist gut beraten, an ihrer bislang besonnenen Haltung angesichts des Ukraine-Kriegs festzuhalten. Um keine Ausweitung des Krieges auf ganz Europa zu riskieren, sollte das Verteidigungsbündnis alles unterlassen, was Putin als unfreundlichen Akt und sogar als Aufforderung zur Gegenwehr deuten könnte.

@ Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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