Wirtschaft
Platz für Firmen rückt näher
In Bunde haben die Pläne für die Erweiterung des Gewerbegebietes den nächsten Schritt gemacht. Alle sind sich einig: Man braucht mehr Platz für Firmen. Wer profitiert davon am meisten?
Bunde - Die Nachfrage ist da, das Angebot ist fast komplett erschöpft: Das Gewerbegebiet Bunde-West soll wachsen. Fast eine halbe Million Euro sollen in das Vorhaben hineingesteckt werden. Auch wenn es teuer wird, stehen in Bunde bislang alle hinter dieser Entscheidung. „Wir haben das Glück, dass der Gemeinde eine Fläche gehört, die direkt an das Gewerbegebiet angrenzt“, sagte Heino Reck vom Bauamt. Allerdings müsste dafür noch der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Im Ausschuss für Bauleitplanung, Straßen, Wege und Umwelt am Donnerstag war man einstimmig dafür.
Man benötigt dringend Nachschub an Grundstücken. 42.000 Quadratmeter sollen also hinzukommen, um weiteren Betrieben Flächen nahe der Autobahn 280 anbieten zu können. „Die Nachfrage nach weiteren Gewerbeflächen ist da“, sagte Bürgermeister Uwe Sap (SPD) bereits im Vorfeld der Sitzung. Auf der vorhandenen Fläche seien alle Grundstücke so gut wie verkauft. „Zwei sind reserviert.“ Bei den Interessenten handele es sich um ein neues Unternehmen und eines, das sich die Fläche als Reserve für eine Betriebserweiterung sichern wolle.
Ob Handwerk oder Industrie: Im Haushalt 2022 kalkuliert Bunde mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Wenn sich mehr Betriebe ansiedeln, bedeutet das vor allem für die Bürger wohl eines: Freude über Arbeitsplätze. Für die Gemeinde Bunde bedeuten viele Firmen aber auch höhere Steuereinnahmen. Die Gewerbesteuer macht dabei einen großen Teil des Geldes aus, das in die Kassen gespült wird. Ob Seniorenangebote, Kinderbetreuung oder Baugebiete: In vieles stecken die Kommunen dann wiederum das Gewerbesteuer-Geld.