Finanzen

Norder Rat verabschiedet Haushalt

Michael Hillebrand
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Von Michael Hillebrand
| 04.03.2022 14:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch für das geplante neue Freibad in Norddeich soll Geld fließen. Symbolfoto: Pixabay
Auch für das geplante neue Freibad in Norddeich soll Geld fließen. Symbolfoto: Pixabay
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Um die Gesundheitsbranche in Norden zu verbessern, soll mehr Geld in Arztpraxen fließen. Gleichzeitig wird in diesem Jahr anders mit Wohnraum-Förderprogrammen umgegangen. Das beschloss jetzt der Rat.

Norden - Damit Ärzte ihre Angebote in Norden ausbauen, sich zusätzliche Mediziner ansiedeln und nicht noch weitere abwandern, stellt die Stadt in diesem Jahr 120.000 Euro zur Verfügung. Dafür hat sich am Donnerstag der Rat ausgesprochen, als er den Haushalt verabschiedete. Zuvor waren 75.000 Euro für diese neue Förderrichtlinie eingeplant gewesen, die den Ärzten bei Investitionen in ihre Ausstattung und beim Umbau der Praxen helfen kann. Dadurch könnten auch mehr Behandlungskapazitäten entstehen, so die Idee.

Gleichzeitig wurden die Wohn-Förderprogramme „Jung kauft Alt“ und „Willkommen Familien in Norden“ beschnitten, für die zuletzt noch insgesamt 550.000 Euro fest im Haushaltsplan standen. In Zukunft sollen nur noch Haushaltsreste dafür ausgegeben werden, hieß es am Donnerstag. Beim Förderprogramm „Jung kauft Alt“ wird der Kauf von Immobilien, die älter als 30 Jahre sind, zur Selbstnutzung durch Zuschüsse gefördert. Zusätzlich besteht hierbei die Möglichkeit, weitere Fördermittel für die energetische Sanierung der Immobilie zu erhalten. Beim Programm „Willkommen Familien in Norden“ dagegen werden Neubauten und Häuser, die nicht älter als 30 Jahre sind, zur Selbstnutzung bezuschusst. Als Grund für die Kürzungen hieß es, dass die Nachfrage nach den Programmen gering sei.

Insgesamt elf Millionen Euro Investitionen

Dafür wird beim Thema Wohnen an anderer Stelle Geld eingeplant, wie kürzlich bereits bei einem Pressegespräch der Stadtverwaltung angekündigt worden war. Demnach sollen 1,5 Millionen Euro für Grundstückskäufe ausgegeben werden, um danach bezahlbaren Wohnraum und Eigentum zu ermöglichen. In den drei Folgejahren will die Stadt pro Jahr nochmals 500.000 Euro in die Bodengewinnung stecken. Eine Million Euro sollen dieses Jahr in den Grunderwerb Leegemoor und damit in Gewerbeflächen fließen, an denen es gerade akut mangelt. Eine weitere Million Euro soll dieses Jahr für das geplante neue Freibad in Norddeich zur Verfügung gestellt werden, sowie 1,9 Millionen Euro für die Umgestaltung des ehemaligen Doornkaat-Geländes, das zu einem neuen öffentlichen Anziehungspunkt mit verschiedenen Angeboten werden soll.

Insgesamt beläuft sich die Summe der Investitionen in diesem Jahr auf elf Millionen Euro. Eine ungewöhnlich hohe Summe, weshalb Nordens Bürgermeister Florian Eiben (SPD) zuvor schon von einem „Haushalt der Mutigen“ gesprochen hatte. Im Rat wurde daher nun auch darüber diskutiert, wie groß das Risiko und die zu erwartenden Folgen und Chancen sind.

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