Entsorgung
BEE und Hausverwaltung ziehen Zwischenbilanz zum Müll
Seit einem Monat gibt es in Barenburg Müllgemeinschaften. Eine Gruppe Mieter klagt über Unrecht und fürchtet steigende Kosten. Bei der Stadt und der verantwortlichen Hausgemeinschaft beschwichtigen sie.
Emden - Aus Sicht der städtischen Müllabfuhr BEE in Emden hat sich die Umstellung der Entsorgung in Teilen Barenburgs zum 1. Februar bewährt. Bislang gebe es „keine negativen Auffälligkeiten“, heißt es auf Nachfrage in einer schriftlichen Mitteilung. Bei der ersten Fahrt nach der neuen Regelung seien keine Probleme mit falsch sortierten oder herumfliegenden Säcken festgestellt worden. Beim BEE verbuchen sie die Änderungen in einer ersten Zwischenbilanz offensichtlich als Erfolg. „Von unserer Seite aus sind derzeit keine weiteren Änderungen oder Umstellungen geplant“, lässt die Pressestelle wissen.
Was und warum
Darum geht es: Kosten und Probleme bei der Müllentsorgung in einem Teil des Stadtteils Barenburg
Vor allem interessant für: die betroffenen Haushalte und alle, die damit rechnen müssen, dass die individuelle Abrechnung ihres Restmülls für sie künftig nicht mehr gilt
Deshalb berichten wir: Vor einem Monat trat in Barenburg eine neue Regelung in Kraft, die von einigen Mietern und Politikern als ungerecht empfunden wird. Wir haben nachgefragt, ob sich das Rad wieder zurückdrehen lässt. Den Autorin erreichen Sie unter: g.paeschel@zgo.de
Damit dürfte die von einer Hausgemeinschaft geforderte Rückkehr zum alten System aus Sicht der Stadt vom Tisch sein. Drei Mieter wollen die Vergemeinschaftung der Probleme vor Ort nicht so einfach akzeptieren. Sie wehren sich dagegen, dass ihre Haushalte wegen zuvor anhaltender Schwierigkeiten mit mehreren anderen zusammengefasst und gemeinsam abgerechnet werden.
Das Emder Abfallwiegesystem
In Emden gilt eigentlich stadtweit, dass jeder Haushalt eine eigene grau-schwarze Tonne für den Restmüll bekommt, die vor dem Entleeren gewogen und individuell abgerechnet werden kann. In Barenburg, ähnlich wie schon in einem Teil von Borssum, sollen mehrere hundert Mieterinnen und Mieter allerdings in sogenannten Müllgemeinschaften zusammengefasst werden.
Verantwortlich für die Entscheidung gegen den Willen der Mietergruppe ist deren Hausverwaltungsgesellschaft ZBVV. Sie hatte in Absprache mit dem BEE die individuelle Abrechnung für hunderte Haushalte beendet und stattdessen Großcontainer und Sammelstationen geschaffen. „Ein Wechsel der Müllcontainer zurück zu Mülltonnen ist in absehbarer Zeit nicht möglich“, teilt eine Sprecherin des Konzerns auf Anfrage mit. Die Wohnqualität vor Ort habe sich „sichtbar verbessert“, schreibt sie. Die Sorge der Mieter, dass mit der Umstellung die Müllgebühren für die betroffenen Haushalte steigen, hält sie für unbegründet. „Für die Mieter entstehen keine zusätzlichen Kosten“, so die Sprecherin.