„Das perfekte Dinner“

Fünf Ostfriesen tischen wieder im Fernsehen auf

Heiko Müller
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Von Heiko Müller
| 27.02.2022 12:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Das war 2018 bei der „Küchenschlacht“ im ZDF: Starkoch Johann Lafer schaut der Krummhörnerin Sonja van der Werff beim Kochen auf die Finger. Foto: ZDF/Markus Hertrich
Das war 2018 bei der „Küchenschlacht“ im ZDF: Starkoch Johann Lafer schaut der Krummhörnerin Sonja van der Werff beim Kochen auf die Finger. Foto: ZDF/Markus Hertrich
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Für die Koch-Doku „Das perfekte Dinner“ wird im März mit fünf Kandidaten in Ostfriesland gedreht. Beworben hat sich auch eine Krummhörnerin. Sie ist demnächst zudem in einer neuen Show zu sehen.

Ostfriesland - Ostfriesland tischt wieder im Fernsehen auf: Fünf Hobbyköchinnen und -köche aus der Region werden sich im März vor laufenden Kameras in die Töpfe und ihre eigenen vier Wände schauen lassen. Für die populäre TV-Doku „Das perfekte Dinner“ des Senders Vox treten sie zum Wettbewerb gegeneinander an.

Was und warum

Darum geht es: Ostfriesen, die in TV-Kochshows mitmachen

Vor allem interessant für: alle, die sich fürs Kochen interessieren und gerne Koch-Shows im Fernsehen verfolgen.

Deshalb berichten wir: Unserer Redaktion ist in den sozialen Netzwerken auf die Such nach Bewerbern für die Koch-Doku „Das perfekte Dinner“ aus Ostfriesland aufmerksam geworden. Wir haben deshalb bei der Produktionsfirma nachgefragt und haben mit einer Bewerberin gesprochen.

Den Autor erreichen Sie unter: h.mueller@zgo.de

Wer dabei sein wird, ist bislang noch nicht bekannt. Das Casting läuft zurzeit noch, wie eine Sprecherin der Produktionsfirma ITV Studios Germany in Köln dieser Zeitung auf Nachfrage sagte. Ihren Angaben zufolge soll nach aktuellem Stand vom 22. bis 25. März in Ostfriesland gedreht werden. Wann die Sendung ausgestrahlt wird, stehe noch nicht fest.

Krummhörnerin bald wieder im TV

Für das Casting beworben hat sich unter anderem Sonja van der Werff aus dem Krummhörner Dorf Jennelt. „Ich habe seit meinem ersten Anruf aber noch nichts wieder gehört“, sagte die leidenschaftlich Hobby-Köchin. Die 48-Jährige hat schon Erfahrungen damit, ihre Kochkünste vor TV-Kameras und einem Millionen-Publikum zu präsentieren. Im Jahr 2018 kochte sie sich bis in das Jahres-Finale der „Küchenschlacht“ des ZDF. Dort war sie beim Dessert-Tag mit ihren Crêpe Suzette mit flambierten Orangenfilets, gebrannten Salz-Macadamianüssen und Zimt-Eis ausgeschieden.

Die Koch-Doku "Das perfekte Dinner" wird zum sechsten Mal in Ostfriesland gedreht. Bild: VOX
Die Koch-Doku "Das perfekte Dinner" wird zum sechsten Mal in Ostfriesland gedreht. Bild: VOX

Seit diesem Auftritt ist die gelernte Rechtsanwalt-und Notarfachangestellte zu einer kleinen kulinarischen Berühmtheit in der Region geworden. Schon in der Woche vor Ostern ist sie erneut auf den Bildschirmen zu sehen. Sie tritt als Kandidatin der neuen Show „Chefkoch TV - Lecker muss nicht teuer sein“ auf, mit der der Sender RTL und der Verlag Gruner + Jahr Europas größte Food-Plattform Chefkoch ins Fernsehen bringen.

Prädestiniert für das „perfekte Dinner“

Die Sendung läuft ab dem kommenden Dienstag immer montags bis freitags ab 11 Uhr auf RTL. Es geht den Angaben zufolge um „ambitionierte Hobbyköche im Wettkampfmodus, die ihre eigenen kreativen Rezepte mit wenig Budget zubereiten“. Moderiert wird die Show von dem Zwei-Sterne-Gastronomen Alexander Herrmann. Die „Chefkoch TV“- Sendungen, in denen die Krummhörnerin antritt, wurden Mitte Februar aufgezeichnet. „Wie der Wettstreit ausgeht, darf ich noch nicht verraten“, so van der Werff.

Sie hofft jetzt erst einmal darauf, vielleicht auch beim „perfekten Dinner“ dabei sein zu können. Eigentlich ist sie dafür prädestiniert. Denn als Gastgeberin ist sie geübt. Und Scheu vor fremden Leuten, die in ihr Haus kommen und Einblicke in ganz Privates bekommen, haben sie und ihr Mann auch nicht. Im Gegenteil: Regelmäßig bekocht Sonja van der Werff in ihrem Haus sechs bis acht Gäste bei ihren „Supper Clubs“, die man bei ihr buchen kann.

An Ideen für das Menü mangelt es nicht

Bei der Koch-Doku „Das perfekte Dinner“ ist es ähnlich. An jedem Werktag ist einer der fünf Kandidaten Gastgeber, und die übrigen vier müssen die Kochkünste mit Punkten auf einer Skala von null bis zehn bewerten. In die Wertung fließen aber auch Gastgeberqualitäten und die allgemeine Stimmung mit ein. Es geht zum Beispiel darum, ob der Tisch angemessen dekoriert, die Speisenauswahl harmonisch und der Service zuvorkommend sind. Dabei wird gekleckert, geklotzt, gezickt und gelacht. Wer gewinnt, erfahren die Teilnehmer am Ende der Woche. Der Sieger oder die Siegerin erhält ein Preisgeld von 3000 Euro.

So könnte die Vorspeise von Sonja van der Werff für das "perfekte Dinner" aussehen: Erbsen-Mais-Püree mit Streifen von Wurzelgemüse und kontiertem Lauch, geröstetem schwarzen Sesam und Shinzo-Kresse. Foto: Privat
So könnte die Vorspeise von Sonja van der Werff für das "perfekte Dinner" aussehen: Erbsen-Mais-Püree mit Streifen von Wurzelgemüse und kontiertem Lauch, geröstetem schwarzen Sesam und Shinzo-Kresse. Foto: Privat

An Ideen für das passende Menü mangelt es Sonja van der Werff nicht - ganz im Gegenteil. Fragt man sie danach, muss sie nicht lange überlegen. Als Vorspeise stellt sie sich beispielsweise ein Erbsen-Mais-Püree mit Streifen vom Wurzelgemüse und konfiertem Lachs, geröstetem schwarzer Sesam und Shinzo-Kresse vor. Als Hauptgang könnte ein Sous-vide gegartes Entenbrustfilet mit Hasselback-Kartoffeln, saisonalem Gemüse und Portweinjus folgen.

Sendung kam schon fünf Mal aus der Region

Und zum Dessert schwebt ihr ein lauwarmer Schokoladenkuchen mit flüssigem Kern, weißem Schokoparfait, gesalzenem Karamell und frischen Früchten vor. Aber bevor es an die Töpfe geht, muss die Krummhörnerin zunächst auf eine Rückmeldung des Casting-Teams warten.

„Das perfekte Dinner“ kommt nicht zum ersten Mal nach Ostfriesland. Die Koch-Doku war laut der Produktionsfirma bereits fünf Mal in der Region zu Gast, und zwar in den Jahren 2011, 2013, 2016, 2018 und zuletzt 2019. Dabei seien immer wieder auch typisch ostfriesische Gerichte serviert worden. Darunter war das „Ostfriesische Sonntagsessen“: Rinder- und Schweinebraten mit Rotkohl und glasierten Möhren.

Die Sendung gilt als die am längsten laufende werktägliche Koch-Doku in der deutschen Fernsehlandschaft. Sie wurde das erste Mal am 6. März 2006 ausgestrahlt. Seitdem ist das Original-Konzept nicht verändert worden. Bereits ein Jahr nach der Erstausstrahlung gewann sie den Deutschen Fernsehpreis als beste Kochshow.

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