Hamburg

In Deutschland wird immer weniger geschlachtet

Julia Wadle
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Von Julia Wadle
| 17.02.2022 08:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor allem die Produktion von Schweinefleisch geht zurück (Symbolbild). Foto: Unsplash/Pascal Debrunner
Vor allem die Produktion von Schweinefleisch geht zurück (Symbolbild). Foto: Unsplash/Pascal Debrunner
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Die Deutschen essen so wenig Fleisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Trotzdem werden mehr als 670 Millionen Tiere jährlich in Deutschland geschlachtet.

In diesem Artikel erfährst Du:

Bratwurst, Rouladen oder Schnitzel: Viele Klassiker der Deutschen Küche sind fleischlastig. Dass sich die Essgewohnheiten der Menschen in Deutschland ändern, zeigen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Durchschnittlich 57,3 Kilogramm Fleisch hat jeder Deutsche im Jahr 2020 gegessen. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang der Berechnungen 1989.

Wo weniger Nachfrage ist, muss weniger produziert werden: 2021 wurden 2,4 Prozent weniger Fleisch in Deutschland hergestellt als im Vorjahr, insgesamt 7,6 Millionen Tonnen. Wie das Statistisches Bundesamt berichtet, ist die Fleischproduktion in Deutschland seit 2017 rückläufig.

51,8 Millionen Schweine wurden 2021 in Deutschland geschlachtet. Das sind 1,5 Millionen Schweine weniger als noch 2020. Bezogen auf die Fleischmenge entspricht das 2,9 Prozent - ein deutlicher Rückgang. Auch Rindfleisch wird weniger produziert: 1,8 Prozent weniger Fleisch als noch im Vorjahr. Das sind mehr als 30.000 Rinder weniger in den Schlachtereien. 3,26 Millionen Rinder und Kälber wurden für Supermärkte und Metzger geschlachtet. Ebenfalls zurückgegangen ist die Produktion von Geflügelfleisch und zwar um 1,6 Prozent; insbesondere Putenfleisch (-7,4 Prozent) wird weniger produziert.

Welchen Anteil welche Fleischsorte an der gesamten Produktionsmenge hat, zeigt diese Grafik:

Betrachtet man die Entwicklung der Fleischproduktion in Deutschland, zeigt sich jedoch, dass zwar die Rindfleischproduktion leicht rückläufig ist, aber immer mehr Geflügelfleisch produziert wird. Die Menge hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt! Schweinefleisch wird ebenfalls mehr produziert als noch vor 20 Jahren; allerdings nimmt die Menge seit gut fünf Jahren ab.

Die Entwicklung seit 2000 zeigt diese Grafik:

Doch wie viel Fleisch ist eigentlich aus gesundheitlichen Gründen okay?

Laut der Deutsche Gesellschaft für Ernährung sollten Menschen mit niedrigem Kalorienbedarf (z.B. Menschen mit Bürojobs) maximal 300 Wurst und Fleisch pro Woche essen, Erwachsene mit hohem Kalorienbedarf (z.B. Menschen mit körperlich anstrengenden Tätigkeiten) maximal 600 Gramm.

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