Finanzen

Wiesmoors Schuldenberg wächst weiter stark an

| | 16.02.2022 07:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Kämmerer Jens Brooksiek (links) und Bürgermeister Sven Lübbers stellten der Presse am Dienstag den Haushaltsentwurf für 2022 vor. Foto: Homes
Kämmerer Jens Brooksiek (links) und Bürgermeister Sven Lübbers stellten der Presse am Dienstag den Haushaltsentwurf für 2022 vor. Foto: Homes
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Die Stadt Wiesmoor rechnet für 2022 mit einer Neuverschuldung von fast 4,5 Millionen Euro. Dabei plane die Stadt nur das Nötigste, so Bürgermeister Sven Lübbers.

Wiesmoor - Der Schuldenberg der Stadt Wiesmoor wächst und wächst und wächst. Die Verwaltung rechnet für Ende 2022 mit einem Schuldenstand von fast 34,5 Millionen Euro, wie aus dem Haushaltsentwurf hervorgeht. Damit würde sich der Schuldenberg seit 2017, als er noch bei knapp mehr als 16 Millionen Euro lag, mehr als verdoppeln. „Wir kommen durch ein großes Pflichtprogramm leider nicht um neue Kredite herum. Dabei planen wir nur das Notwendigste“, sagte Bürgermeister Sven Lübbers (parteilos) bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs am Dienstag. Kämmerer Jens Brooksiek betonte das Positive: „Wir verschulden uns zwar weiter, doch noch stärker als der Schuldenberg wächst das Eigentum der Stadt.“

Insgesamt möchte die Stadt in 2022 Investitionen von rund 15,4 Millionen Euro vornehmen. Dank bereits zum Teil gesicherter Förderungen müssen für diese aber „nur“ etwa 5,3 Millionen Euro an neuen Krediten aufgenommen werden. Die Neuverschuldung liegt bei fast 4,5 Millionen Euro – im Vorjahr war gar von einer Neuverschuldung mit 5,8 Millionen Euro kalkuliert worden. Abschließende Zahlen für das vergangene Jahr liegen bisher noch nicht vor.

Im erwarteten Ergebnishaushalt für 2022 steht – wie schon für 2021 – ein dickes Minus. 29 Millionen Euro an laufenden Erträge stehen 30,7 Millionen Euro an laufenden Aufwendungen gegenüber, sodass es ein Defizit von 1,7 Millionen Euro gibt. „Dieses kann aus der Rücklage aus Überschüssen von Vorjahren gedeckt werden“, sagte Jens Brooksiek, ehe er ergänzend betonte: „Wir gehen aber davon aus, dass das Minus geringer ausfallen wird als jetzt angegeben. Denn alle für ein Jahr vorgesehenen Vorhaben werden erfahrungsgemäß nicht umgesetzt.“ In diesem Jahr könnte das in besonders hohem Maße der Fall sein. Denn für mehrere im Haushaltsentwurf integrierte Maßnahmen gibt es noch gar keine politische Entscheidung – teils sogar noch keine Einigung. Hintergrund ist die Neuzusammensetzung des Rates im vergangenen Jahr. Kurzfristig sei nun eine Fülle an Anträgen seitens der Fraktionen eingegangen, so Brooksiek.

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