Hamburg

Wassereinbruch: Seenotretter schleppen Motorboot nach Hooksiel

Karolina Meyer-Schilf
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Von Karolina Meyer-Schilf
| 15.02.2022 15:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bei den Seenotrettern am Haken: Die havarierte Yacht in der Nordsee. Foto: Die Seenotretter/DGzRS
Bei den Seenotrettern am Haken: Die havarierte Yacht in der Nordsee. Foto: Die Seenotretter/DGzRS
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Dramatisches Ende einer Überführung: Die Besatzung eines Motorbootes meldete zunächst Probleme mit der Maschine. Dann riss der Anker ein Loch in den Rumpf.

Auf dem Weg von der Ostsee nach Bremerhaven meldete die Besatzung eines Motorbootes am Montagnachmittag Maschinenprobleme. Die Yacht befand sich zu diesem Zeitpunkt in Höhe Tonne 14 des Fahrwassers Neue Weser – also in unmittelbarer Nähe des Großschifffahrtsweges.

Bei Wind um sechs Beaufort aus Südsüdwest und bis zu zwei Metern Seegang löste sich nach Angaben der Seenotretter dann der Anker am Bug: Er riss unterhalb der Wasserlinie ein Loch in den Rumpf und beschädigte die Yacht so schwer, dass Wasser eindrang. Die Crew, ein Mann und eine Frau aus Oldenburg, bemühte sich, das Wasser mit Eimern außenbords zu befördern, um ihr Boot schwimmfähig zu halten.

Bis die Seenotretter beim Havaristen eintrafen, war die Motoryacht immer weiter abgetrieben. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers aus Hooksiel, die „Bernhard Gruben“, fand die Havaristen schließlich nahe der Tonne 10, etwa eine Seemeile westlich des Leuchtturms Roter Sand und drei Seemeilen westlich des Leuchtturms Alte Weser.

Der Seenotkreuzer nahm die Yacht mit der weiter schöpfenden Besatzung in Schlepp und konnte erst in Höhe Minsener Oog bei deutlich weniger Seegang eine Lenzpumpe übergeben. Nach 20 Uhr erreichten Seenotretter und Havaristen schließlich Hooksiel, das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers brachte die Motoryacht durch die Schleuse in eine Werft.

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