Tourismus
Greetsiel soll auf Saison vorbereitet werden
Um der zu erwartenden Flut von Fahrrädern und Wohnmobilen in diesem Jahr besser Herr zu werden, will die Gemeinde in Greetsiel ein paar Neuerungen einführen.
Greetsiel - Während das Wetter noch grau ist, laufen in der Krummhörn bereits die Vorbereitungen auf die touristische Sommersaison. Gleich mehrere Neuerungen soll es geben, darunter neue Stellplätze für Fahrräder.
So soll es, das wurde auf der Jahrespressekonferenz der Gemeindeverwaltung erklärt, möglichst noch dieses Jahr feste Abstellplätze für Fahrräder geben. Diese sollen nicht im Hafenbereich angebracht werden, weil man weiterhin verhindern wolle, dass der Ortskern mit Fahrrädern dichtgestellt wird.
Was und warum
Darum geht es: In Greetsiel sollen bis zu 200 Fahrradstellplätze mit Schließfächern entstehen.
Vor allem interessant für: Fahrradausflügler, Greetsieler.
Deshalb berichten wir: Wie der beliebte Ausflugsort Greetsiel auf die Saison vorbereitet werden soll, war Thema auf der Jahrespressekonferenz der Gemeinde. Den Autor erreichen Sie unter: c.hock@zgo.de
Wohnmobile und Fahrräder
Rund 200 „ordentliche“ Fahrradstellplätze sollen geschaffen werden. Auch die provisorisch aufgestellten Hamburger Gitter, an denen Radfahrer ihre Gefährte abstellen konnten, sollen damit der Vergangenheit angehören. Ob die neuen Fahrradstellplätze überdacht sein werden, steht noch nicht fest. Schließfächer soll es aber geben, damit Taschen und Wertsachen sicher verstaut werden können. Errichtet werden sollen die Stellplätze nahe der Oase und an der anderen Seite des Dorfes am Parkplatz am Sportplatz. Man hoffe, dass die Stellplätze bis zum Saisonstart aufgebaut sind, aber aufgrund der pandemiebedingten Schwierigkeiten in der Lieferkette, könnte es hier Probleme geben.
Auch beim Thema Wohnmobilstellplätze will die Gemeinde vorangehen. Weitere Stellflächen seien zwar nicht geplant, aber an den bestehenden am Ortseingang sollen Reparaturen durchgeführt werden. Auch die Stelle des Platzwartes soll ausgeschrieben werden. „Unser Ziel ist es weiterhin, dass sich die Wohnmobile nicht auf die Dörfer verteilen“, so Gemeindesprecher Fritz Harders.
Der Andrang auf die Wohnmobilstellplätze war seit Pandemie-Beginn immer wieder Thema. Zuletzt engagierte die Gemeinde einen privaten Sicherheitsdienst, um die Einhaltung der damals geltenden Regeln zu überprüfen. Schon zu dieser Zeit war der Ruf nach einem Platzwart oder einem festen Ansprechpartner vor Ort laut geworden.
Sensoren zeigen, wie viel los ist
Ein weiteres wichtiges Thema soll die Besucherlenkung sein. Im Falle Greetsiels ist dies vor allem so zu verstehen: An verschiedenen Orten werden Sensoren angebracht, die registrieren, wie viel gerade los ist. Die so gesammelten Daten über die Auslastung sollen über das Internet abrufbar sein. So sollen Besucherinnen und Besucher möglichst schon vor der Anfahrt überprüfen können, wie voll es gerade in Greetsiel ist.
Die Sensoren sollen, so hieß es im Januar seitens der Krummhörn-Touristik, an Laternenpfählen angebracht werden. Die Systeme zur Besucherlenkung werden von der für ganz Niedersachsen zuständigen touristischen Dachorganisation Nordsee GmbH entwickelt und sollen in verschiedenen touristischen Orten angebracht werden. Perspektivisch ist ein Ausbau des Systems möglich, so dass beispielsweise auch die Belegung von Restaurants oder Schwimmbädern erfasst und für die Ausflugsplanung abgerufen werden kann.
Aber nicht nur Greetsiel soll auf die Urlaubssaison vorbereitet werden. In den anderen Dörfern sollen zumindest die im vergangenen Jahr erstmal bereitgestellten öffentlichen Toiletten auch dieses Jahr wieder angeboten werden. Die Toiletten befanden sich in der Regel in Dorfgemeinschaftshäusern.