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Dortmund-Fans müssen blechen: Warum sie jetzt vier TV-Abos abschließen müssen

Alexander Barklage
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Von Alexander Barklage
| 09.02.2022 21:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Erling Haaland spielt mit dem BVB in Europa League gegen die Glasgow Rangers. Foto: dpa
Erling Haaland spielt mit dem BVB in Europa League gegen die Glasgow Rangers. Foto: dpa
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Fans von Borussia Dortmund haben es in dieser Saison nicht leicht. Wollen Sie alle Spiele ihres Teams im TV oder Livestream verfolgen, müssen die Anhänger insgesamt vier verschiedene Abos abschließen.

Als wäre das Ausscheiden aus der Champions League im vergangenen Dezember für Fans von Borussia Dortmund nicht schon schlimm genug gewesen, kommt jetzt für die Anhänger der Schwarz-Gelben ein weiterer (finanzieller) Wermutstropfen hinzu: Die nächste Europa-League-Partie ihrer Mannschaft wird nicht wie in der Champions League von DAZN oder Amazon Prime übertragen, sondern von RTL+ hinter einer Bezahlschranke. Borussia Dortmund spielt am Donnerstag, 17. Februar in der (18.45 Uhr) zuhause gegen Glasgow Rangers.

Vor der Saison 2021/2022 hatte sich RTL die Rechte an der Europa League und der neuen Europa Conference League gesichert. Für drei Jahre hat sich der Kölner Privatsender alle Free-TV und Pay-TV-Rechte an diesen beiden Wettbewerben gekauft.

In der Vorrunde übertrug der Sender die Partien der deutschen Teilnehmer Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt. Neben diesen beiden deutschen Vertretern sind in der K.O.-Phase der Europa League nun auch Borussia Dortmund und RB Leipzig dabei. Beide Teams belegten in der Champions League-Gruppenphase jeweils Platz drei und rutschen in die Europa League ab.

Fans von Borussia Dortmund – aber auch von RB Leipzig – mussten bereits vor der Saison tief in die Tasche greifen, wollten sie alle Partien live im TV oder per Streamingdienst schauen. Die Bundesliga-Partien am Samstag werden immer noch traditionell von Pay-TV-Sender Sky übertragen. Die Freitags- und Sonntagspartien der Bundesliga jedoch zeigt der Konkurrent und Sport-Streamingdienst DAZN, dazu auch noch die Spiele in der Champions League. Damit nicht genug mussten die BVB-Fans auch noch Amazon Prime abonnieren, denn zum Start der Champions League-Saison sicherte sich auch Amazon ein Stück vom „Rechte-Kuchen“. Amazon zeigte in der Vorrunde immer eine deutsche Partie am Dienstagabend-Spieltag. Dreimal waren die Dortmunder mit ihren Spielen gegen Sporting Lissabon, bei Ajax Amsterdam und zuhause gegen Besiktas Istanbul involviert.

In der aktuellen Playoff-Runde der Europa League hat sich RTL jetzt dazu entschieden, dass die Partie des BVB nur für Kunden des eigenen Streamingangebotes RTL+ zu sehen sein wird. Das Spiel der Leipziger gegen San Sebastian wird dagegen für alle frei empfangbar auf RTL im TV übertragen. RTL ist dazu verpflichtet, eine Partie pro Runde muss im Free-TV zu sehen sein.

Wollen Fußballfans also das Duell der Dortmunder gegen den schottischen Traditionsclub Glasgow Rangers sehen, besteht die Möglichkeit den Streamingdienst RTL+ für einen Monat kostenlos zu testen. Danach kostet das Abo 4,99 Euro im Monat. Das komplette RTL+-Premium-Paket kostet 7,99 Euro im Monat.

Es gibt auch die Möglichkeit für Fußballfans bei RTL einen Season Pass zu erwerben. Damit kann man die komplette K.O.-Runde der Europa League und der Europa Conference League bis zum Finale schauen. Neben Dortmund und RB Leipzig spielen zum Beispiel auch weitere europäische Topclubs wie der FC Barcelona, SSC Neapel, FC Sevilla oder der FC Porto im Wettbewerb mit. Welche Partie RTL bei den Rückspielen am 24. Februar im Free-TV zeigt, ist noch nicht entschieden.

Europa League: Playoff-Runde im Überblick:

Borussia Dortmund - Glasgow Rangers RB Leipzig - San Sebastian FC Barcelona - SSC Neapel Zenit St. Petersburg - Betis Sevilla Sheriff Tiraspol - Sporting Braga FC Sevilla - Dynamo Zagreb Atalanta Bergamo - Olympiakos Piräus FC Porto - Lazio Rom

Zur Info: Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt steigen als jeweiliger Sieger ihrer Europa-League-Gruppen erst in der nächsten Runde (Achtelfinale) wieder ins Geschehen ein.

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