Osnabrück

Auch ein falscher Umgang mit ETFs kann Anleger viel Geld kosten

Corinna Clara Röttker
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Von Corinna Clara Röttker
| 01.02.2022 15:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Privatanleger in Deutschland hielten einer Studie zufolge zum Jahresende fast 150 Milliarden Euro in ETFs. Foto: dpa
Privatanleger in Deutschland hielten einer Studie zufolge zum Jahresende fast 150 Milliarden Euro in ETFs. Foto: dpa
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Auf der Suche nach Anlagealternativen investieren Anleger im Niedrigzinsumfeld Rekordsummen in börsengehandelte Indexfonds. Aber Vorsicht: Auch ETFs sind kein Wundermittel der Finanzmärkte.

Der Ansturm auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ist so groß wie nie. Einer Studie zufolge hielten Privatanleger zum Jahresende fast 150 Milliarden Euro in ETFs. Das zeigt: Die Menschen ändern langsam ihr Anlageverhalten – und das ist gut so. Lange Zeit begegneten die Deutschen der Börse mit Skepsis. Den Handel mit Aktien schmähten viele als riskantes Zockertum und sahen lieber zu, wie Niedrigzins und Inflation ihr Vermögen auffraßen. 

Mittlerweile merken immer mehr, dass die Rente nicht reichen wird. Und Fakt ist, dass Alternativen zur Aktie im derzeitigen Umfeld unattraktiv bleiben. Die Lage bei Bankkonten und kurzfristigen Einlagen hat sich komplett verändert, stattdessen müssen sich Kunden mit Strafzinsen auseinandersetzen. Staats- und Unternehmensanleihen, jahrzehntelang ein Garant für zumindest etwas höhere Renditen als auf dem Sparbuch, sind angesichts der derzeitigen hohen Inflationsraten ein sicheres Verlustgeschäft. Immobilien schließlich sind bereits rasant im Wert gestiegen, binden obendrein langfristig das Kapital und bergen neben Verwaltungsaufwand für den Durchschnittsanleger mit einem einzigen Haus ein großes Klumpenrisiko.

Was bleibt sind Aktien, auch wenn sie angesichts jahrelanger Kursanstiege risikoreich geworden sind. Dass sich viele dabei für ETFs entscheiden, ist kaum verwunderlich. Die Fonds, die Aktienindizes wie den weltweiten MSCI World nachbilden, ermöglichen es auch normalen Anlegern, zu geringen Kosten und breit gestreut in die Kapitalmärkte zu investieren.

Aber Vorsicht: Auch ETFs sind keine Wundermittel der Finanzmärkte, sondern ein Investment an der Börse, das immer mit Risiken verbunden ist. Die Kurse an der Börse unterliegen stetigen Schwankungen, die natürlich auch Indexfonds betreffen. Bei dem ganzen Hype wird das schnell vergessen. Umso wichtiger ist es, erstens nur zu kaufen, was man versteht, zweitens nur Geld zu investieren, auf das man mittelfristig nicht angewiesen ist und drittens langfristig zu investieren. Andernfalls gilt schnell die bewährte Börsenweisheit: „Hin und her macht Taschen leer.“

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