Protest gegen „Spaziergänge“
Nach Menschenkette: Wieder Demo in Norden
In der Stadt Norden geht der Protest gegen die Demonstrationen der „Maßnahmenkritiker“ weiter. Auch am kommenden Montag wollen Menschen auf dem Marktplatz ein Zeichen für mehr Solidarität setzen.
Norden - Nachdem am vergangenen Montag eine Menschenkette mit mehr als 300 Menschen auf dem Norder Marktplatz ein Zeichen für ein solidarisches Miteinander und gegen die Spaziergänge der Maßnahmenkritiker setzte, soll es auch am kommenden Montag einen entsprechenden Gegenprotest geben.
Menschenkette in Norden an diesem Montag
Menschenkette gegen „Spaziergänger“
Corona-Demo für Samstag in Emden angemeldet
Wie die Stadt auf Nachfrage bestätigt, wurde eine entsprechende Veranstaltung angemeldet. Gleichzeitig wurde auch eine Demonstration der Maßnahmenkritiker angemeldet. Der Gegenprotest hierzu findet erneut auf dem Mittelmarkt statt. Die Veranstaltung, die von 19 bis 20 Uhr gehen soll, steht unter dem Motto „Für ein solidarisches Miteinander – Impfen schützt uns alle!“. Ein Demozug durch die Stadt ist nicht geplant, es handelt sich um eine stationäre Veranstaltung.
Maßnahmenkritiker planen Demozug
Die Versammlung der Maßnahmenkritiker, die unter dem Motto „Nörden steiht up! Freie Ostfriesen für freie Entscheidung!“ steht, beginnt um 18 Uhr auf dem Popke-Fegter-Platz. Hier handelt es sich laut Stadt um „eine sich fortbewegende Versammlung mit der gleichen Route wie vergangenen Montag“. Dies bedeutet, dass der Demonstrationszug auch in der Nähe der Gegenveranstaltung vorbeilaufen wird. Enden soll die Demonstration um 20 Uhr wieder vor dem Norder Tor.
Auf der ersten größeren Gegenveranstaltung zu den mittlerweile angemeldeten „Spaziergängen“ sprachen unter anderen Nordens Bürgermeister Manuel Eiben, Nordens Superintendent Dr. Helmut Kirschstein und Dr. Volker Niehaus, Vorsitzender der kassenärztlichen Vereinigung. Eiben apellierte an die Norderinnen und Norder, dass „Sie als Einzelne Ihren solidarischen Beitrag“ sollen und man nur gemeinsam und wenn möglichst viele dazu beitragen, einen Weg aus der Pandemie finden können. Zudem distanzierte sich das Stadtoberhaupt von der „Leugnung des Sterberisikos aufgrund der Pandemie“ und von der „pauschalen Abwertung von wissenschaftlichen Ergebnissen als unwissenschaftlich und ,systemgesteuert‘“. Er wolle in Norden aber auch keine „Spaltung von Menschen, die unterschiedliche Auffassungen haben“.