Pandemie
Omikron-Rekorde betreffen verstärkt Schulen und Kitas
Die Infektionsrekorde der Omikron-Welle setzen sich fort. Auch Niedersachsen und Ostfriesland sind immer stärker betroffen.
Berlin/Ostfriesland/Hannover - Am Donnerstag könnte die Corona-Inzidenz in Deutschland die 1000er-Marke erreichen. Von Dienstag auf Mittwoch kletterte sie von 894,3 auf 940,6 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner – es wurden 165.000 neue Fälle gemeldet.
Ebenfalls nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts stieg auch der Wert in Niedersachsen – auf 770,1 am Mittwoch. „Das ist um ein Vielfaches mehr, als wir bis jetzt erlebt haben“, hieß es in einer schriftlich vorab verbreiteten Landtagsrede von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch. „Und dennoch ist die Lage derzeit noch gut beherrschbar, denn dem Gesundheitswesen droht derzeit keine Überlastung.“ Zwar würden die Corona-Patienten in den Krankenhäusern derzeit etwas mehr, aber die bisher mit ihnen belegten 621 Betten seien „in einem vertretbaren Rahmen“. Weiter hieß es in dem Redemanuskript: „Auf den Intensivstationen ist die Situation sogar um einiges besser als etwa vor einem Jahr um die gleiche Zeit.“
Wie betroffen sind Schulen und Kitas in Niedersachsen?
Derweil berichtete die Deutsche Presse-Agentur (DPA) über rekordverdächtige Werte aus dem Kultusministerium: 410 Kita-Gruppen seien in Niedersachsen wegen Corona-Fällen geschlossen. 44 der 5700 Kitas im Land seien komplett zu, 180 teilweise.
An den niedersächsischen Schulen ist die Zahl der aktuell infizierten Schüler auf 9070 gestiegen, wie die DPA schreibt. Hinzu kämen 750 Ansteckungen beim Schulpersonal.
Auch in Ostfriesland steigen die Inzidenzwerte weiter
Im Bundesländer-Vergleich der Inzidenzwerte aus der vergangenen Woche schneidet Niedersachsen jedoch bei Kindern und Jugendlichen am zweitbesten ab. Bei den Sechs- bis Elfjährigen liegt der Wert laut RKI-Datenbank bei 2104,64, bei den Zwölf- bis 17-Jährigen bei 1405,41.
Aktuelle Inzidenzwerte in Ostfriesland: 497,4 (Kreis Aurich), 654,9 (Kreis Leer), 338,1 (Kreis Wittmund) und 631,6 ( Emden). Unsere Zeitung hat sich bei Behörden und Kliniken nach der Lage erkundigt. Fortsetzung folgt noch heute Abend.