Hawthorne

Rakete von Elon Musk auf Kollisionskurs mit dem Mond

Stella Bluemke
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Von Stella Bluemke
| 26.01.2022 16:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
2020 schoss SpaceX eine weitere Falcon-9-Rakete ins All. Ein älteres Bauteil könnte demnächst auf den Mond treffen. Foto: dpa/ZUMA Wire/Gene Blevins
2020 schoss SpaceX eine weitere Falcon-9-Rakete ins All. Ein älteres Bauteil könnte demnächst auf den Mond treffen. Foto: dpa/ZUMA Wire/Gene Blevins
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Seit fast sieben Jahren fliegt ein Teil einer Falcon-9-Rakete unkontrolliert durchs All. Nach Berechnungen von Experten wird er Anfang März mit dem Mond kollidieren.

Zur Erforschung des Weltraumwetters hat das private Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, SpaceX, 2015 den Satelliten „Deep Space Climate Observatory“ mit einer Falcon-9-Rakete ins All geschossen. Seitdem befindet sich die Raketenstufe auf unkontrollierter Reise durch den Weltraum. Nach erfüllter Mission fehlte der Raketenstufe damals der Treibstoff, um in die Erdumlaufbahn zurückzukehren. Beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen sie in der Regel. Es war aber auch zu wenig Energie vorhanden, um der Schwerkraft von Mond und Erde zu entkommen.

Nun befindet sich die Raketenstufe auf Kollisionskurs mit dem Mond. Das ergaben Berechnungen des Experten Bill Gray, der eine Software zur Verfolgung von erdnahen Objekten, Asteroiden und Kometen entwickelt hat. Die vier Tonnen schwere Rakete wird laut Gray voraussichtlich am 4. März auf der Rückseite des Mondes in der Nähe des Äquators einschlagen. Mit einer Geschwindigkeit von 2,58 Kilometern pro Sekunde.

Weil die Rakete leicht taumelt, gibt es einige Unsicherheiten bezüglich des Einschlags, teilte Gray in einem Blogbeitrag mit. Weitere Beobachtungen seien nötig. Es sei der erste unbeabsichtigte Einschlag von Weltraumschrott auf dem Mond, schreibt Gray. Der frische Krater könnte neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Mondes liefern.

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