Handball

Ostfriesen-Quartett verfolgt EM-Spiele in Bratislava

Maren Stritzke
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Von Maren Stritzke
| 18.01.2022 15:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Drücken dem DHB-Team vor Ort die Daumen (von links): Tido Poppinga, Merle Schneider, Christin Laaken und Doriet Schneider. Foto: Privat
Drücken dem DHB-Team vor Ort die Daumen (von links): Tido Poppinga, Merle Schneider, Christin Laaken und Doriet Schneider. Foto: Privat
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Vier Ostfriesen sind momentan in der Slowakei und verfolgen die Partien der Handball-Europameisterschaft. Tido Poppinga bekam die Tickets von seiner Freundin Merle Schneider geschenkt.

Bratislava - Dieses Geburtstagsgeschenk ging Tido Poppinga mitten ins Handballer-Herz. Zu seinem 29. Geburtstag im August bekam er von seiner Freundin Merle Schneider Tickets für die Handball-Europameisterschaft in der Slowakei geschenkt. Fünf Monate später trat das Paar zusammen mit Merle Schneiders Schwester Doriet und Christin Laaken die Reise in die Hauptstadt Bratislava an.

Das ostfriesische Quartett ist dem Handballsport seit Jahren eng verbunden. Poppinga leitet die Handballabteilung von TuRa Marienhafe. Merle und Doriet Schneider sowie Christin Laaken spielen im Trikot des SC Ihrhove 07 in der Landesklasse. Zudem engagiert sich Schneider, die seit vier Jahren mit ihrem Freund in Aurich wohnt, als dritte Vorsitzende beim SC Ihrhove 07.

Hinfahrt dauerte rund elf Stunden

Donnerstagabend machten sich die Vier gegen 23 Uhr auf den Weg in die Slowakei – mit dem Auto. „So sind wir einfach flexibler. Angesichts der Corona-Gefahr schien uns die Autofahrt auch sicherer als der Flug“, sagte Merle Schneider. Elf Stunden dauerte die Fahrt nach Bratislava, Freitagmorgen kamen die Ostfriesen an und bezogen ihr Apartment. Am Abend spazierte das Quartett in die Halle, wo sie einen 33:29-Auftaktsieg des DHB-Teams geboten bekamen. Im Anschluss sahen sich die Ostfriesen noch die Partie zwischen Österreich und Polen (31:36) an, ehe sie die slowakische Hauptstadt bei Nacht erkundeten. „Hier reihen sich Bars und Cafés aneinander“, berichtete Merle Schneider.

Tido Poppinga und Merle Schneider erkundeten die Hauptstadt Bratislava. Foto: Privat
Tido Poppinga und Merle Schneider erkundeten die Hauptstadt Bratislava. Foto: Privat

Auf dem Programm der Ostfriesen-Gruppe standen in den vergangenen Tagen auch viele Besichtigungen. „Wir haben uns einige Burgen angesehen. In der Stadt erreicht man alles gut zu Fuß“, sagte Schneider. In der Stadt gelten momentan Maskenpflicht und die 2G-Regel. „Wir werden auch jedes Mal nach unseren Impfnachweisen gefragt“, erklärte die 29-Jährige.

Mittlerweile neun Corona-Fälle im DHB-Team

Wegen der Corona-Pandemie sind in der Arena in Bratislava, die 10.000 Besuchern Platz bieten könnte, nur bis zu 2500 Zuschauer erlaubt. Hinein dürfen nur Fans, die geimpft oder genesen sind und FFP2-Masken tragen. Zum deutschen Auftaktspiel gegen Belarus waren nur 1291 Zuschauer gekommen, den deutschen 34:29-Erfolg gegen Österreich am Sonntag verfolgten 1485 Zuschauer in der Halle. „Die deutschen Fans sind aber gut vertreten“, sagte Merle Schneider, die dem DHB-Team den Einzug ins Halbfinale zutraut. „Die deutsche Mannschaft hat sich enorm gesteigert und ist insgesamt sehr breit aufgestellt. Man wird nun sehen, wie sich der Corona-Ausbruch auswirkt“, sagte Schneider. Bis Dienstagnachmittag erhöhte sich die Zahl der Corona-Ausfälle im DHB-Team auf neun Spieler.

Im Ihrhove-Dress waren die SC-Handballerinnen in die Halle gekommen. Foto: Privat
Im Ihrhove-Dress waren die SC-Handballerinnen in die Halle gekommen. Foto: Privat

Nach dem letzten EM-Gruppenspiel gegen Polen an diesem Dienstag (18 Uhr/ZDF) werden sich die Ostfriesen noch die Partie zwischen Belarus und Österreich ansehen. Danach treten sie die elfstündige Rückreise an.

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