Corona-Demonstration
Angemeldet und losgelaufen: Montagsspaziergang in Leer
Der Montagsspaziergang ist Leer war angemeldet. 250 Kritiker der Corona-Maßnahmen zogen durch Leer. In Norden gab es eine Gegendemonstration.
Leer/Norden - Am Montagabend sind nach ersten Schätzungen mehr als 250 Menschen auf dem Denkmalplatz in der Leeraner Innenstadt gezogen, um gegen eine Impfpflicht die aktuell geltenden Coronamaßnahmen zu demonstrieren. Von der Polizei begleitet zogen die Demonstranten ohne Zwischenfälle durch das Leeraner Zentrum.
Gegendemonstration in Norden
In Norden war erstmals eine Gegendemonstration zeitgleich zum „Spaziergang“ der Maßnahmengegner angemeldet. Rund 50 Teilnehmer kamen zum angemeldeten Gegenprotest, vereinzelt verirrten sich auch Spaziergänger zu falschen Veranstaltung oder blieben bewusst in den Reihen stehen.
Angemeldet wurde der erste Gegenprotest von Petra Redenius, die die „Straßen in Norden nicht den Querdenkern“ überlassen will. Der Gegenprotest blieb stationär am Glockenturm der Ludgeri-Kirche. Die Veranstaltung diente laut Redenius auch dazu, Mitstreiter für weitete Gegenproteste zu finden. Bis auf weiteres wolle man versuchen, jeden Montag ein Zeichen gegen die „Spaziergänge“ zu setzen.
Auch diese „Spaziergänger“ waren am Montag vor Ort, jedoch eher in kleineren Gruppen unterwegs. Daher konnte die Polizei keine genaue Angabe zu den Teilnehmerzahlen machen.
Sonntag schon Protest in Rhauderfehn
Bereits am Sonntag waren etwa 60 Kritiker der Coronamaßnahmen in Rhauderfehn zu einem Demonstrationszug zusammengekommen. Diese hatten sich gegen 14 Uhr auf dem Marktplatz getroffen. Von dort aus zogen die Menschen über das Untenende zum Kreisverkehr und über die andere Seite des Untenendes zurück zum Marktplatz. Nach etwa anderthalb Stunden sei der Spaziergang in Rhauderfehn beendet gewesen, so die Polizei.
Anmerkung der Redaktion: In einem früheren Bericht hatte diese Zeitung geschrieben, dass die Demo in Leer nicht angemeldet gewesen sein. Das ist nicht richtig. Die Demonstration war ordnungsgemäß angemeldet. Die fehlerhafte Berichterstattung entstand durch ein Missverständnis zwischen dem Presserechtsanwalt dieser Zeitung und dem zuständigen Verwaltungsgericht.