Osnabrück

Für „Sprachlos in Irland“ reiste Andrea Sawatzki an ihr Traumziel

Susanne Haverkamp
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Von Susanne Haverkamp
| 06.01.2022 13:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Connie (Andrea Sawatzki) und Max (Götz Schubert) möchten in Irland Englisch lernen. Foto: ARD Degeto/Martin Maguire
Connie (Andrea Sawatzki) und Max (Götz Schubert) möchten in Irland Englisch lernen. Foto: ARD Degeto/Martin Maguire
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Über Klippensprünge, Guinness im Pub und kühle Sommerregen spricht die Schauspielerin Andrea Sawatzki anlässlich des Freitagsfilms „Sprachlos in Irland“.

Nein, sie ist nicht gesprungen. „Ich habe mich nicht getraut“, sagt Andrea Sawatzki im Gespräch mit unserer Redaktion. „Ich hatte den Neoprenanzug schon an und den Helm auf und wollte es unbedingt selbst machen. Aber dann war es mit doch zu hoch und das Wasser zu kalt.“ Und so stürzte sich eine Stuntfrau von den Klippen in die Irische See.

„Irland war schon lange mein Traumziel“, sagt die Schauspielerin, die auch als Autorin der „Familie-Bundschuh“-Reihe bekannt ist. Noch nie sei sie dort gewesen und daher waren die Dreharbeiten zu „Sprachlos in Irland“ im August 2020 in Kilkee an der Westküste ein Geschenk. „Irland hat mich nicht enttäuscht“, sagt Sawatzki und schwärmt von der Weite der Landschaft, der eindrucksvollen Küste, den glücklichen Kühen auf tiefgrünen Weiden. Und von dem größtenteils irischen Filmteam. „Alle waren so offen und so herzlich“, sagt Sawatzki. „Und sie feierten so gerne.“

Zum Beispiel im Film-Pub, in dem einige Szenen gedreht wurden und in dem Connie, die etwas verklemmte Chefsekretärin, die zum Aufbessern ihres kaum vorhandenen Englisch zu einem Sprachkurs angereist ist, beim Guinness jede Menge Lockerheit gewinnt. „Wie Connie habe ich vorher noch nie Guinness getrunken“, sagt die Schauspielerin. „Aber ich mag es.“ Zumal die Iren ihr genau erklärt hätten, wie gesund das irische Bier ist. „Es hat viele Vitamine und man wird weniger schnell betrunken“, sagt Sawatzki und lacht. „Deshalb haben wir beim Drehen - anders als es in Deutschland üblich ist - echtes Guinness getrunken. Mit Alkohol.“

Sawatzki gefällt auch ihre Rolle: die kontrollierte Connie, die beruflich wie privat alles perfekt durchplanen will und dabei an ihre Grenzen gerät. Denn ihr neuer Chef verlangt fließendes Business-English, die irische Sprachlehrerin Gillian (Claire O’Donovan) ist im Hauptberuf Bestatterin und unterrichtet Englisch nur nebenher am Küchentisch; und Connies Mitschüler Max (Götz Schubert), der als Tom-Jones-Imitator durch die Altenheime tingelt, ist an ernsthaftem Lernen eher weniger interessiert. „So durchgeplant wie Connie könnte ich nicht leben“, sagt Andrea Sawatzki. „Mir ist Bewegung wichtig, Veränderung, dass das Leben ein Sprungbrett zu etwas Neuem bleibt.“ Aber, sagt sie, „das lernt Connie ja auch mit der Zeit“.

Einen Wermutstropfen gab es dann aber doch: das irische Wetter. „Ich kam gerade aus dem Urlaub im heißen Spanien, da ist der irische Sommer wirklich gewöhnungsbedürftig“, sagt Sawatzki, die mit ihrem Schauspielerkollegen und Ehemann Christian Berkel zwei erwachsene Söhne hat. „Gerade noch scheint bei 20 Grad sie Sonne, da fängt es wie aus Kübeln an zu schütten.“ Was aber auch praktisch sein kann. Denn dafür, dass Connie im Film manchmal wie ein gegossener Pudel herumläuft, brauchte es keinen speziellen Filmregen. Das reicht das natürliche Wetter.

Sprachlos in Irland. Am Freitag, 7. Januar 2022, um 20.15 Uhr im Ersten

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