Autonomes Fahren

Die Landtechnik ist der Vorreiter

Nina Kallmeier
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Ein Kommentar von Nina Kallmeier
| 05.01.2022 18:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Die Digitalisierung ist auf dem Feld längst angekommen. Foto: Schulze/DPA
Die Digitalisierung ist auf dem Feld längst angekommen. Foto: Schulze/DPA
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Der Weg zum vollautonom fahrenden Auto auf der Straße ist noch weit. Deutlich schneller ist da die Landtechnik. Wie digital die Branche ist, wird oft vernachlässigt.

Während die Automobilindustrie noch tüftelt, Prototypen entwickelt und Wirtschaftlichkeit prüft, macht die Landtechnik Nägel mit Köpfen. Der weltgrößte Landtechnikhersteller John Deere will noch in diesem Jahr einen voll autonom fahrenden Traktor auf den Markt bringen – nicht als Prototyp, sondern als fertiges Produkt. Damit soll sich der Landwirt sprichwörtlich vom Acker machen und die Maschine bequem vom Hof aus steuern können. Von einem komplett fahrerlosen Fahrzeug in Marktreife sind Automobilhersteller ebenso wie Elektronikriesen, die in den Markt drängen, Jahre entfernt.

Es geht oft unter, wie weit die Landwirtschaft in diesem Themenfeld ist. Eigenständige, GPS-gesteuerte Lenkungssysteme, die zum Beispiel Mähdrescher zentimetergenau über die Felder steuern, gibt es seit Jahren. Die Vorteile des autonomen Fahrens auf dem Acker gegenüber der Straße sind eindeutig: Es gibt eine klar definierte Fläche, die Fahrzeuge sind vergleichsweise langsam unterwegs und fahren fernab jeglichen Gegenverkehrs, weit weg von Fußgängern und Radfahrern.

Allerdings: Voraussetzung für all die autonome Zukunft – ob auf dem Acker oder auf der Straße – ist letztlich ein gut ausgebautes Mobilfunknetz. Hier gibt es immer noch zu viele weiße Flecken – gerade auf dem Land. So wird das nichts.

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