Protest

Corona-Protestler nehmen Gesprächsangebot der Stadt Leer nicht wahr

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 03.01.2022 18:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die „Spaziergänge“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Leer werden von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Foto: Mielcarek/Archiv
Die „Spaziergänge“ von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Leer werden von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Foto: Mielcarek/Archiv
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Die Stadt Leer hatte den Gegnern der Corona-Maßnahmen, die jeden Montag durch die Stadt ziehen, ein Gespräch angeboten. Die Hoffnung, dass ein solches Kooperationsgespräch zustande kommt, schwindet.

Leer - Seit Mitte Dezember laufen regelmäßig an den Montagabenden zwischen 70 und 150 Gegner der Corona-Maßnahmen durch die Leeraner Innenstadt, um gegen die Einschränkungen zu protestieren. Bei der Stadtverwaltung angemeldet werden diese Kundgebungen, die die Teilnehmer „Spaziergang“ nennen, in der Regel nicht, auch wenn das das Versammlungsgesetz eigentlich verlangt.

Den „Spaziergang“ für den Montag vor Weihnachten allerdings hatte Johann Redenius aus Rhauderfehn doch bei der Stadt angemeldet – wenn auch mit einer falschen Uhrzeit. Das ließ die Stadtverwaltung hoffen, mit der Gruppierung ins Gespräch zu kommen und sich darüber verständigen zu können, wie und wo die „Spaziergänge“ in Zukunft und unter Corona-Bedingungen stattfinden können, ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden. „Wir haben das Angebot eines Kooperationsgesprächs gemacht und warten nun auf eine Rückmeldung des Verantwortlichen“, schrieb Stadtsprecher Patrick Düselder am 21. Dezember auf Anfrage der Redaktion.

Fromme Hoffnung

Bei dieser frommen Hoffnung auf eine Verständigung ist es allerdings geblieben. Das Kooperationsgespräch sei nicht zustande gekommen, was an Johann Redenius gelegen habe, teilte die Pressestelle der Stadt am Montag mit. Deshalb habe die Stadt keine weiteren Informationen, als die pauschale Ankündigung von Mitte Dezember, dass jeden Montag „Spaziergänge“ stattfinden sollen.

Auch in der Silvesternacht hatte es einen „Spaziergang“ geben sollen. Ein entsprechender Aufruf von Redenius war in den Sozialen Netzwerken verbreitet worden. Gegenüber der Redaktion hatte der Rhauderfehner die Initiative bestätigt. Stattgefunden hat diese Kundgebung aber wohl nicht. Das sei jedenfalls die Erkenntnis von Polizei und Stadtverwaltung, teilt die städtische Pressestelle mit. Redenius hatte kurz vor der Veranstaltung gesagt, die Resonanz sei „sehr groß“.

Wenn die „Spaziergänge“ in Leer stattfänden, seien die Mitarbeiter des Leeraner Ordnungsamtes im Rahmen ihrer Rufbereitschaft im Einsatz, so Mara-Jantje Fuß von der Pressestelle. Nach Beginn der Veranstaltung sei aber die Polizei zuständig.

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