Schwierigkeiten mit Impfzertifikaten
Die Corona-Apps brauchen dringend eine Aktualisierung
Bei der Erstellung von Impfzertifikaten geht nicht alles glatt – was zu Frust in der CovPass- und Corona-Warn-App führt. Besonders an einem Punkt müssen Bund und RKI schleunigst nachbessern. Ein Kommentar.
Steht im Impfzertifikat für die Grundimmunisierung der zweite Vorname, in der Bescheinigung für die Booster-Impfung aber nicht, kommen CovPass- und Corona-Warn-App durcheinander. Dass die Programme in diesem Fall denken, man habe das Zertifikat einer anderen Person gescannt, klingt erst mal nervig, sorgt am Ende aber für mehr Sicherheit. So wird sichergestellt, dass die Daten zu 100 Prozent stimmen. Beim Arzt und in der Apotheke müssen die Impflinge einfach drauf achten, dass alles richtig eingetragen wird.
Was allerdings gar nicht geht, ist die fehlerhafte Anzeige bei Johnson-&-Johnson-Geimpften. Die Apps können wegen technischer Unzulänglichkeiten nicht erkennen, dass die Biontech- oder Moderna-Spritze für diese Person der Booster ist – und zeigen den Status fehlerhaft an. Um die Auffrischung nachzuweisen, müssen die Menschen persönliche Daten preisgeben, vor deren Vorzeigen ironischerweise sogar die Apps selbst warnen. Hier besteht dringenden Handlungsbedarf bei Bund und RKI.
Die Behörden haben zwar zugesichert, an einer Lösung zu arbeiten. Wann die Aktualisierung auf den Handys landet, ist aber unklar. Hoffentlich nicht erst dann, wenn in sechs Monaten die nächste Spritze dran ist.
Den Autor erreichen Sie unter d.noglik@zgo.de