Betreuung

Wiesmoor will Krippenplatz-Knappheit angehen

Ole Cordsen
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Von Ole Cordsen
| 21.12.2021 17:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Krippe soll im ehemaligen Tiddeltopp eingerichtet werden. Foto: Archiv/Mühring
Die Krippe soll im ehemaligen Tiddeltopp eingerichtet werden. Foto: Archiv/Mühring
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Zuletzt gab es in Wiesmoor ein Viertel mehr Familien, die einen Krippenplatz für Kinder gesucht als bekommen haben. Die Stadt plant deshalb eine neue Einrichtung in einem alten Gebäude.

Wiesmoor - Sobald die Elternzeit vorbei ist, stellt sich für Paare mit kleinem Kind die Frage, wie man es bestmöglich betreuen lassen kann – während man selbst arbeiten und Geld verdienen muss. Das ist in Wiesmoor nicht anders. Und weil die Stadt stetig auf ehemaligen Torfabbau- und künftig auch ehemaligen Gartenbauflächen kontinuierlich weitere Baugebiete ausweist, wächst in der Stadt, die jüngst die 14.000-Einwohner-Marke überschritten hat, parallel der Bedarf an Kinderbetreuung. „Wir haben Zuzüge ohne Ende. Die Zahl der Paare, wo beide Elternteile berufstätig sind, nimmt stetig zu, und wir stehen in der Verantwortung, da auch ein entsprechendes Angebot bereitzustellen“, sagt Bürgermeister Sven Lübbers (parteilos).

15 Familien gingen trotz größeren Angebotes leer aus

Erst im September hat die Stadt als Teil des knapp zwei Millionen Euro teuren Neubaus für den Kindergarten Tiddeltopp auch eine zusätzliche Krippengruppe eingerichtet. Nun plant die Verwaltung, die in die Jahre gekommenen bisherigen Räume des Kindergartens in einem großen stadteigenen Wohnhaus an der Mullberger Straße umzubauen und ebenfalls als Krippe herzurichten. Trotz der zusätzlichen Gruppe und des damit auf insgesamt 60 Plätze gewachsenen Krippenangebots seien zuletzt etwa 15 Familien bei der Verteilung leer ausgegangen und hätten sich stattdessen Tagesmütter suchen müssen, sagt Lübbers. „Da gibt es für uns weiterhin Handlungsbedarf.“

Daher wolle man die Politik Anfang des Jahres bitten, entsprechende Mittel im Haushalt bereitzustellen. Wie teuer der Umbau werden könnte, dazu sagt Lübbers nichts. Dazu sei es noch zu früh. „Aber da dies bereits unser Gebäude ist, dürfte es mit relativ geringen Mitteln umzusetzen sein“, sagt Lübbers. Aus pragmatischen Gründen wolle man die neue Krippe organisatorisch an das Kinnerhuus an‘t Markt anbinden, wo es bereits 100 Kindergarten- und 30 Krippenplätze gibt. „So könnten Urlaubs- und Krankheitsvertretungen flexibler geregelt werden und wir müssten keine zusätzlichen Leitungsstellen schaffen“, fügt der Bürgermeister an. „Nun aber ist es erstmal daran, uns das Go von der Politik zu holen, danach planen wir weiter.“

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